Staupilot Großbritannien will Autobahnpiloten freigeben

Autor / Redakteur: dpa/AFX / Lena Sattler

Fahren ohne Hände am Steuer – das soll in diesem Jahr in Großbritannien zur Realität werden. Der Automobilclub AA warnt vor zu schnellem Handeln.

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Mike Hawes, CEO von SMMT, sieht Großbritannien auf dem Weg zum Vorreiter für Verkehrssicherheit und in der Automobiltechnologie.
Mike Hawes, CEO von SMMT, sieht Großbritannien auf dem Weg zum Vorreiter für Verkehrssicherheit und in der Automobiltechnologie.
(Bild: SMMT)

Fahren ohne Hände am Steuer soll in Großbritannien noch in diesem Jahr möglich werden. Die britische Regierung lasse eine entsprechende Zulassung prüfen, teilte das Verkehrsministerium am Mittwoch (28. April) mit. Konkret geht es um Autos mit dem sogenannten Automated-Lane-Keeping-System – also Technik, die in der Lage ist, ein Fahrzeug innerhalb einer Fahrspur zu halten und den Abstand zu anderen Autos zu kontrollieren.

Hier könnten britische Fahrer bereits im laufenden Jahr die Hände in den Schoß legen – allerdings nur auf Schnellstraßen und wenn der Verkehr mit einer maximalen Geschwindigkeit von etwa 60 Kilometer pro Stunde fließt. Autofahrer, deren Wagen bereits mit der Technologie ausgestattet sind, dürfen sich darauf bislang nicht ausschließlich verlassen.

Hoffnung auf mehr Verkehrssicherheit

Die Technik könnte dabei helfen, die Sicherheit auf Straßen zu verbessern, da mehr als 85 Prozent aller Unfälle auf menschliche Fehler zurückzuführen seien, hieß es in der Mitteilung der Regierung weiter.

Der Chef des Verbands der britischen Automobilhersteller und -händler „Society of Motor Manufacturers and Traders“ (SMMT), Mike Hawes, begrüßte den Vorstoß. Großbritannien werde damit zum Vorreiter für Sicherheit auf der Straße und Automobiltechnologie, so Hawes der Mitteilung zufolge.

Der Automobilclub AA hingegen warnte vor voreiligen Schritten. „Zweifellos kann Fahrzeugtechnologie Leben retten, aber wir sollten kein Wettrennen darum veranstalten, dass Fahrer die Hände vom Steuer nehmen“, sagte AA-Präsident Edmund King dem „Guardian“.

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