Neue Modelle Groupe PSA: Der neue DS 3 von DS Automobiles

Autor / Redakteur: Jürgen Goroncy / Jens Scheiner

DS Automobiles wird ab Januar 2016 in den Statistiken des deutschen Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) als eigenständige Automobilmarke des PSA-Konzerns geführt – ein wichtiger Schritt, der die Eigenständigkeit der jungen französischen Marke unterstreicht.

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Mit dem neuen DS 3 und DS 3 Cabriolet löst PSA die bisherigen DS-Bestseller ab.
Mit dem neuen DS 3 und DS 3 Cabriolet löst PSA die bisherigen DS-Bestseller ab.
(Foto: Citroen)

Mit dem neuen DS 3 und DS 3 Cabriolet löst PSA die bisherigen DS-Bestseller ab. Eine komplette Neuentwicklung sind die Newcomer allerdings nicht, da sie auf der gleichen Plattform wie ihre Vorgänger stehen. Seit 2010 konnte PSA 390.000 DS 3 und DS 3 Cabriolets an den Mann – oder besser gesagt an die Frau bringen.

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Gestärkt durch diesen Erfolg sollen laut Hersteller der neue DS 3 und das DS 3 Cabriolet für die Kunden noch attraktiver sein. Sie bieten Designneuheiten wie beispielsweise eine neue Frontpartie und neue Personalisierungsmöglichkeiten sowie noch mehr Funktionen im Bereich der Konnektivität. Der DS 3 verfügt nun über das System Mirror Screen, dadurch ist es möglich, die Anwendungen eines Smartphones über Apple CarPlay (iOS) oder MirrorLink (Android) vom Touchscreen im Armaturenbrett aus zu steuern. Somit kann der Fahrer intuitiv telefonieren, Straßenkarten nutzen oder Musik hören. Zudem erhält er den Zugang zu seinen Applikationen mit einem einzigen Wort oder einer Berührung mit dem Finger. Der farbige 7-Zoll-Touchscreen erleichtert außerdem den Zugang zu sämtlichen Fahrzeugfunktionen. Dadurch konnten auch 20 Knöpfe auf der Mittelkonsole eingespart werden.

Ausreichend motorisiert

Vier Ottomotoren mit Leistungen von 60 bis 121 kW (82 bis 165 PS) und zwei Dieselmotoren mit 73 und 88 kW (99 bis 120 PS) Leistung sorgen für den Vortrieb. Neu im Motorenangebot des neuen DS Modells ist der aufgeladene Dreizylinder-Ottomotor mit 96 kW/130 PS Leistung. Zusätzlich wird der DS 3 mit dem Sechsgang-Automatikgetriebe von Aisin in Verbindung mit der Ottomotorisierung mit 81 kW/110 PS angeboten. Den Kunden soll nicht das automatisierte Schaltgetriebe mit der deutlich spürbaren Zugkraftunterbrechung zugemutet werden. 10 bis 15 Prozent der Kunden, so ist es geplant, werden diesen Motor mit der Automatik ordern. Die CO2-Emmisionen betragen laut Zyklus 107 bis 129 (4,6 bis 5,6 Liter Benzin pro 100 Kilometer) für die Ottomotoren sowie 87 bis 94 Gramm (3,4 beziehungsweise 3,6 Liter Diesel pro Kilometer) für die zwei Selbstzünder. Der DS 3 wird mit Ottomotor in drei Ausstattungen angeboten, das Cabriolet nur in den zwei höherwertigen Linien. DS 3 und das Cabriolet werden darüber hinaus in der Version Performance mit 153 kW/208 PS verfügbar sein. Der Performance emittiert im Zyklus 125 Gramm CO2 pro Kilometer. Die Spur des Performance ist 26 mm breiter und das Auto liegt 15 Millimeter tiefer.

Einstieg knapp unter 16.000 Euro

Die Preisliste für den schwächsten Motor in Basisausführung beginnt bei 15.890 Euro der Ottomotor mit 121 kW/165 PS in der teuersten Ausstattung steht mit 23.490 Euro in der Preisliste. Die Dieselvarianten werden jeweils nur in einer Ausstattung angeboten. Die Preise 20.740 Euro (87 kW/118 PS, mittlere Ausstattung) beziehungsweise 23.540 Euro (94 kW/128 PS, Topausstattung). Für den Performance werden 26.990 Euro inklusive Bremsen von Brembo und vielen anderen Extras aufgerufen. Das Cabriolet beginnt mit 19.840 Euro und endet mit Dieselmotor bei 26.340 Euro. Ein Mehrpreis für das Cabriolet von etwa 2.800 Euro. Das Automatikgetriebe schlägt mit 1.800 Euro zusätzlich zu Buche.

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Der DS 3 punktet wieder durch die zahlreichen Personalisierungsmöglichkeiten: Dach, Karosserie, Außenspiegelkappen, Felgen, Armaturenbrett, Schaltknauf und Bezüge. Das bleibt auch beim neuen DS 3 durch sein Angebot an 78 Farbkombinationen für Karosserie und Dach erhalten. 90 Prozent der Kunden nutzten bisher diese Individualisierung.

Hauptabnehmer sind Frauen

Laut Sebastian Hein, Marketingleiter bei DS in Deutschland, wird der DS 3 im Jahr 2016 etwa 66 Prozent des Absatzes der Marke DS beitragen, das wären etwa 4.500 Einheiten. Das Cabriolet soll dabei 10 bis 15 Prozent der Verkäufe für sich verbuchen. Da der DS 3 kein typisches Auto für Vielfahrer ist, schätzen die Absatzstrategen in Köln den Dieselanteil auf maximal 20 Prozent. Diese Relation entspricht zirka dem DS3-Produktmix in den vergangenen Jahren. In 2016 erwartet Hein, dass die seit 2010 aufsummierten Verkäufe in Deutschland die 50.000-Marke erreichen – die Vorgängermodelle vom DS 3 wurden etwa 32.000 mal verkauft. Gut 60 bis 70 Prozent der Kunden in Deutschland waren Frauen.

Auf dem deutschen Markt will man mittelfristig den Absatz der PSA-Edelmarke verdoppeln. Mit DS-Salons und DS-Stores wird dafür ein neues Handelsnetz mit etwa 70 Standorten mit 70 Standorten in den nächsten zwei Jahren aufgebaut um die Marke angemessen den Kunden zu präsentieren. Bisher gibt es in Deutschland fünf Salons, zwei davon in Köln. Der Salon ist ein „Shop-im-Shop“-Konzept. So sind zum Beispiel in der Kölner PSA-Niederlassung von 14.000 Quadratmetern Verkaufsfläche 1.400 Quadratmeter für DS reserviert. Bis Ende dieses Jahres soll allein in diesem Salon ein DS pro Werktag verkauft werden. Der Store dagegen ist ein eigenständiges Autohaus mit separaten Eingang und deutlich größerer Verkaufsfläche. In Deutschland soll noch in diesem Jahr mindestens ein Store eröffnet werden. Die Planung umfasst etwa acht bis zwölf Stores. Die Investitionen betragen – nach dem Motto „keine Vertriebs-Kathedralen“ – bei einem Salon bis zu etwa 160.000 Euro, während für einen Store, je nach Lage der Immobilie, mindestens 250.000 Euro notwendig sind.

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