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Edscha Gründung von Asien-Zentrale

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Mit dem ersten nicht als Joint Venture gegründeten Unternehmen will die Gruppe ihre Asien-Aktivitäten auf eine neue Stufe heben.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Edscha hat erstmals eine hundertprozentige Tochtergesellschaft in China gegründet. Das teilte das Unternehmen am Montag mit. Die Edscha Automotive Technology (Shanghai) Co., Ltd (EAT) startet jetzt mit 17 Mitarbeitern. Mit diesem ersten nicht als Joint Venture gegründeten Unternehmen will die Edscha-Gruppe ihre Asien Aktivitäten auf eine neue Stufe heben. Die EAT soll künftig die Funktion einer Zentrale für die Standorte in der Region ausüben und alle Beteiligungen auf dem asiatischen Markt steuern.

"In der Automobilzulieferindustrie sind wir mit diesem Modell einer der Vorreiter, denn viele Unternehmen scheuen aufgrund der großen kulturellen Unterschiede ein Engagement ohne chinesischen Partner" erläutert Volker Jüngling, Leiter Region Asien. Edscha hingegen könne auf langjährige Erfahrungen bauen und wolle innerhalb der nächsten vier Jahre den Marktanteil in der gesamten Region verdoppeln. Wachstumstreiber sollen dabei vor allem Aufträge für die chinesischen Automobilhersteller sein, denen mit der rasant ansteigenden Nachfrage - auch benachbarter Länder - große Marktpotenziale offen stehen.

Neben den Steuerungsfunktionen ist den Angaben zufolge in der EAT ein Sales- und Engineering-Team angesiedelt. Dieses übernimmt den Vertrieb für China und die Anpassung der Edscha-Produkte an die jeweiligen Bedürfnisse für den gesamten asiatischen Markt. Weitere Vertriebsbüros unterhält Edscha in Japan und Korea. Das Unternehmen beschäftigt rund 600 Mitarbeiter in Asien und verfügt über vier Produktionswerke in China.