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CO2-Ausstoß Grünes Licht für strengere EU-Abgasauflagen

| Redakteur: Christoph Baeuchle

Die Autobranche muss in der EU ab dem Jahr 2020 schärfere Klimaauflagen für Neuwagen einhalten. Für die Umsetzung bekommen die Hersteller jedoch mehr Zeit als ursprünglich geplant.

Ab dem Jahr 2020 muss die Autobranche in der EU schärfere Klimaauflagen für Neuwagen einhalten. Das Europäische Parlament machte den Weg frei für engere CO2-Grenzen.
Ab dem Jahr 2020 muss die Autobranche in der EU schärfere Klimaauflagen für Neuwagen einhalten. Das Europäische Parlament machte den Weg frei für engere CO2-Grenzen.
(Foto: Opel )

Das Europäische Parlament hat den Weg frei gemacht, die CO2-Auflagen zu verschärfen. Der verabschiedete Kompromiss sieht vor, dass ab 2021 die Obergrenze für den CO2-Ausstoß bei 95 Gramm pro Kilometer liegt. Dabei gewährt das Parlament den Unternehmen ein Übergangsjahr, in dem die Vorgaben allerdings nur leicht gelockert sind: 2020 gelten die 95 g/km für 95 Prozent der Flotte. Europa werde die Kohlendioxidemissionen weiter reduzieren, kündigte EU-Parlamentarier Thomas Ulmer (CDU), Mitglied im Ausschuss für Verkehr und Fremdenverkehr, an. Allerdings müssten die Innovationskosten sowohl sozial akzeptabel als auch wirtschaftlich machbar sein, dies gelte sowohl für Verbraucher als auch Unternehmen.

Supercredits für zwei Jahre

Der Kompromiss sieht auch sogenannte Supercredits für Fahrzeuge mit geringem CO2-Ausstoß vor. Mit unterschiedlicher Gewichtung gelten diese im Zeitraum zwischen 2020 und 2022. Ein Auto, das weniger als 50 g CO2/km ausstößt, zählt 2020 für zwei Fahrzeuge, 2021 noch für 1,67 Pkw und im drauffolgenden Jahr für 1,33 Autos. Die Anrechnung der Supercredits ist bei 7,5 g CO2/km gedeckelt. Die deutschen Automobilhersteller hatten sich gegen die strikteren Vorgaben gewehrt. Für die Hersteller größerer Fahrzeuge ist es schwieriger, die entsprechenden Vorgaben zu erreichen. Dem Kompromiss müssen noch die Länder zustimmen, bevor er in Kraft treten kann. Allerdings gilt dies als reine Formsache.

Neue Vorgaben für Verbrauchswerte

Zugleich will Brüssel die Verbrauchsangaben realistischer gestalten. „Wir werden auch neue Testzyklen für die Verbräuche einführen, die die tatsächlichen Fahrbedingungen realistischer wiedergeben“, kündigte Ulmer an. Die UN arbeitet derzeit an neuen Vorgaben für die World Light Duty Test Procedure, die voraussichtlich 2015 fertig werden sollen. Der nun verabschiedete Text des EU-Parlaments sieht vor, diese möglichst rasch umzusetzen. Die EU-Kommission hat als Deadline 2017 vorgeschlagen.

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