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Chrysler, Jeep und Dodge Gut sortierte Palette

| Redakteur: Bernd Otterbach

Neben dem Zweitürer gibt es den komplett neuer Jeep Wrangler auch als Unlimited in einer familientauglichen viertürigen Ausführung.

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Bei aller Unsicherheit über die Zukunft von Chrysler sehen die Perspektiven für die Marke auf dem deutschen Markt günstig aus. Im Jahr 2006 stiegen die Zulassungszahlen des Dreigestirns Chrysler, Jeep und Dodge um 7,8 Prozent. Dieser positive Trend setzt sich fort: Während der Gesamtmarkt in den ersten vier Monaten um über neun Prozent sank, legten die drei amerikanischen Marken um 37,1 Prozent zu.

Qualität gestiegen

Eine Ursache für den Zuwachs sieht Hauf in dem Fünf-Sterne-Premiumpaket, das Anfang 2006 eingeführt wurde. Es gilt ohne Zusatzkosten europaweit für alle Neuwagen vier Jahre lang oder für 50 000 Kilometer. Das Paket umfasst kostenlose Inspektionen, unentgeltliche Verschleißreparaturen sowie im Bedarfsfall den Austausch von diversen Teilen, wie zum Beispiel Bremsen, Kupplung oder Auspuff. Dass sich die Amerikaner so großzügig geben, liegt auch an der gestiegenen Produktionsqualität der Chrysler-Gruppe. Die für Garantie und Nachbesserung notwendigen Kosten sanken weltweit zwischen 1998 und 2007 um beachtliche 43 Prozent.

Marke Dodge belebt Absatz

Zum Erfolg trug auch die Einführung der Marke Dodge Mitte letzten Jahres bei. 2 000 Fahrzeuge des Kompaktvans Caliber verließen die Schauräume der Händler. Es hätten sogar 500 bis 600 Autos mehr sein können, wenn es keine Lieferengpässe gegeben hätte. Inzwischen hat sich nach Auskunft von Markus Hauf „die Liefersituation beruhigt“.

Positive Vorzeichen für die Zukunft versprechen die neuen Modelle, die in diesem Jahr auf den Markt kommen. Mit dem seit Mitte März erhältlichen Sebring bietet Chrysler in Deutschland erstmals ein Mittelklassemodell mit Dieselmotor an, der von Volkswagen stammt. Zum 2,0-Liter-Benziner gesellt sich Ende des Jahres ein 2,7-Liter-Sechszylinder. Bereits im Juli erweitert Chrysler die Sebring-Familie um ein viersitziges Cabriolet mit Softtop. Die entsprechende Klappdachversion folgt im September/Oktober. Beide Dachversionen stammen von Karmann und werden in den USA gefertigt.

Neue Modelle sollen für weiteres Wachstum sorgen

Ein komplett neuer Jeep Wrangler steht seit dem 21. April bei den Händlern. Neben dem Zweitürer gibt es den Klassiker auch als Wrangler Unlimited in einer familientauglichen viertürigen Ausführung. Neben dem 3,8-Liter-Sechszylinder ist der Geländewagen zum ersten Mal mit einem Dieselmotor erhältlich.

Zeitgleich startete offiziell der neue Jeep Compass, auch wenn das erste kompakte Mehrzweckfahrzeug der Marke in Verbindung mit dem 2,4-Liter-Benziner bei einigen Händlern bereits seit November erhältlich war. Hinzu gekommen ist nun der vom Chrysler Sebring bekannte Selbstzünder.

Neue Händler gesucht

Auch bei Dodge stehen neue Modelle in den Startlöchern. Der Nitro, ein geländetaugliches Mehrzweckfahrzeug mit eigenwilligem Design, erweitert die Palette der Marke mit dem Widderkopf am 16. Juni als 2,8-Liter-CRD und als 4,0-Liter-V6. Im dritten Quartal folgt mit dem Dodge Avenger eine Stufenhecklimousine, die mit Benzin- und Dieselmotoren angeboten wird.

Das Händlernetz der Chrysler-Gruppe in Deutschland umfasst derzeit 140 Partner mit 220 Standorten. Die Häuser bieten grundsätzlich alle drei Marken an. In diesem Jahr sollen 20 neue Händler hinzukommen.

Mit einer gut sortierten Modellpalette der drei Marken, die mit Ausnahme des Dodge Viper in jeder Baureihe ein Dieselangebot umfasst, sind die Voraussetzungen für weiteren Zuwachs gegeben.

Thomas G. Zügner

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