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Rieter Gutes Halbjahr

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Der Schweizer Gesamt-Konzern ist im ersten Halbjahr 2003 weiter gewachsen. Die Auto-Sparte hingegen zeigt Schwächen.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Im ersten Halbjahr 2003 verzeichnete der Rieter-Konzern eine insgesamt erfreuliche Geschäftsentwicklung und steigerte Umsatz, Betriebsergebnis und Konzerngewinn. Gegenüber der Vergleichsperiode 2002 erhöhte Rieter den Umsatz um 8 Prozent auf 1,56 Milliarden Franken. Die Steigerung ist in erster Linie auf die gute Entwicklung der Division Textile Systems zurückzuführen, die ihre Wachstumsdynamik in Asien fortsetzte. Die Division Automotive Systems hat den währungsbedingten Umsatzrückgang (vor allem wegen des US-Dollars) durch die erstmalige Konsolidierung von Riete Saifa (Spanien) teilweise kompensieren können.

Positiv entwickelte sich das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT), das um 15 Prozent auf 100.9 Millionen Franken anstieg (Vorjahr: 87.9 Millionen Franken). Die beiden Divisionen haben unterschiedlich zum Betriebsergebnis beigetragen. Während Textile Systems dank guter Auslastung der Kapazitäten das Betriebsergebnis verdoppeln konnte, schwächte sich das Ergebnis bei Automotive Systems in den ersten sechs Monaten ab.

Das Schwiezer Unternehmen begründetet dies mit der ungenügenden Auslastung der Kapazitäten in Nordamerika, einem verstärkten Preisdruck von seiten der Automobilhersteller und mit höheren Kosten im Zusammenhang mit dem Serienanlauf neuer Fahrzeugmodelle.

Operative Marge bei Automotive Systems unter Druck

Rieter Automotive Systems erreichte in der Berichtsperiode ein Betriebsergebnis (EBIT) von 40,3 Millionen Franken (Vorjahr: 65,6 Millionen Franken). Dies entspricht einer Betriebsrendite von 4.4 Prozent (Vorjahr: 6.9 Prozent). Der Rückgang beim Betriebsergebnis ist laut Unternehmensangaben auf verschiedene Faktoren zurückzuführen.

In Nordamerika führten die Überkapazitäten der US-Hersteller erneut zu grossen Preisnachlässen im Fahrzeugverkauf, was den Preisdruck auf die Zulieferer nochmals verstärkte, was die gute Position von Rieter bei den japanischen Herstellern nicht ausgleichen konnte. Zudem seien die beiden neu eröffneten Produktionswerke in Nordamerika wegen der verhaltenen Automobilkonjunktur noch nicht voll ausgelastet, teilte das Unternehmen mit. Automotive Systems will seine Strategie mit innovativen Lösungen zur Lärm- und Gewichtsreduktion konsequent weiterführen.

Die Massnahmen zur Kostenreduktion und zur Flexibilisierung der Fertigung unter Einbezug von Niedrigkostenstandorten in Ost- und Mitteleuropa sollen intensiviert werden. In Zukunft will sich das Schweizer Unternehmen vertärkt auf den chinesischen Markt konzentrieren. Dort soll noch in diesem Jahr zusammen mit einem japanischen Partner zusammen ein Joint Venture zur Produktion von Lärmschutzkomponenten gegründet werden. Auf Basis einer schlechten Marktentwicklung und einer stabilen Währungssituation erwartet Rieter für das zweite Halbjahr 2003 einen Umsatz auf dem Niveau der ersten sechs Monate.