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Bosch Halbleiter-Produktion ab 2009

| Redakteur: Bernd Otterbach

Im neuen Halbleiterwerk des weltgrößten Automobilzulieferers und Elektrokonzerns Bosch in Reutlingen soll Mitte 2009 die Produktion beginnen.

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Die Investitionen in Höhe von 600 Millionen Euro seien ein Beleg dafür, dass das Unternehmen weiter auf den Standort Deutschland setze, sagte Bosch-Chef Franz Fehrenbach anlässlich des Richtfests am Montag. Bis 2012 sollen in dem Werk rund 800 Arbeitsplätze entstehen.

In dem Halbleiterwerk werden künftig Siliziumscheiben, sogenannte Wafer, produziert. Auf den Scheiben können bis zu 1000 Mikrochips befestigt werden. Die Mikrochips werden vor allem in der Automobilindustrie eingesetzt. In Autos übernehmen sie zahlreiche Steuerungsfunktionen, unter anderem in Sicherheitssystemen wie Airbags und im Motorenmanagement.

190 Euro pro Auto

In Reutlingen sollen täglich bis zu 1000 Siliziumscheiben hergestellt werden, das entspricht einer Million Mikrochips. Momentan würden durchschnittlich Halbleiter im Wert von 300 US-Dollar (190 Euro) pro Auto verbaut, sagte Bosch-Chef Fehrenbach. Er geht davon aus, dass sich dieser Wert bis 2020 mehr als verdoppeln wird.

Bei Bosch arbeiten weltweit 112.000 Mitarbeiter, 7.000 davon in Reutlingen. Die Mitarbeiter in dem neuen Halbleiterwerk werden vorwiegend aus dem benachbarten Bosch-Werk Reutlingen-Rommelsbach kommen, das in wenigen Jahren geschlossen werden soll. Insgesamt investiert Bosch eigenen Angaben zufolge in Deutschland pro Jahr eine Milliarde Euro.

dpa

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