Automobilzulieferer Halbleiterkrise auch bei Brose angekommen

Autor / Redakteur: dpa / Dipl.-Ing. Dorothee Quitter

Beim fränkischen Autozulieferer Brose bremst seit Juli der Halbleitermangel die Produktion aus. Dauert die Situation länger an, müsse die Umsatzprognose nach unten korrigiert werden.

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(Bild: Brose)

Brose entwickelt und produziert an weltweit 65 Standorten in 24 Ländern mechatronische Komponenten und Systeme für Fahrzeugtüren, -sitze und Karosserie. Angesichts des weltweiten Chip-Mangels dämpft nun der Autozulieferer die Aussichten für das Familienunternehmen. „Nach einem guten Start in das Geschäftsjahr macht sich die Halbleiterkrise seit Juli so richtig bemerkbar“, sagt Brose-Chef Ulrich Schrickel. „Viele Fahrzeughersteller schließen einen Teil ihrer Werke. Daher werden sich unsere Erwartungen nicht erfüllen.“

Derzeit sei eine zuverlässige Prognose schwierig, so Schrickel. „Wir planen noch mit rund 5,5 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr lagen wir bei 5,1 Milliarden Euro.“ Aber das sei die Einschätzung nach jetzigem Stand. Wenn es im Jahresverlauf zu keiner Beruhigung der Halbleitersituation komme, könne es sein, dass die Prognose nach unten korrigiert werden müsse.

Höchster Auftragseingang der Unternehmensgeschichte

Aufträge und Markt seien vorhanden, um deutlich über sechs Milliarden Euro Umsatz erzielen zu können, betonte Schrickel. Allerdings werde diese Summe nicht realisiert, da der Halbleitermangel die Automobilproduktion ausbremse: „Wir schätzen, dass die Auswirkungen bis Anfang 2022 zu spüren sein werden.“ Im laufenden Jahr werde das Unternehmen den höchsten Auftragseingang der Unternehmensgeschichte erzielen. „Im Jahr 2025 wollen wir inklusive des geplanten Joint Ventures Brose Sitech rund neun Milliarden Euro Umsatz erzielen“, sagte Schrickel. Im vergangenen Jahr hatte Brose einen Umsatzrückgang von 17 Prozent auf 5,1 Milliarden Euro verbucht.

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