General Motors Halbleitermangel bremst die Absatzaussichten

Autor / Redakteur: dpa / Sven Prawitz

Ein deutlicher Umsatzanstieg im Schlussquartal hat die Bilanz von General Motors für 2020 aufpoliert. Doch auch das laufende Jahr läuft nicht wie geplant.

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General Motors hab zuletzt gute Zahlen vorgelegt. Die Aussichten sind allerdings verhalten.
General Motors hab zuletzt gute Zahlen vorgelegt. Die Aussichten sind allerdings verhalten.
(Foto: GM)

Die hohe Nachfrage nach SUVs und Pick-up-Trucks hat dem größten US-Autobauer General Motors (GM) trotz Coronakrise einen starken Jahresabschluss beschert. Im vierten Quartal legten die konzernweiten Erlöse im Jahresvergleich um über 20 Prozent auf fast 38 Milliarden Dollar (30,9 Mrd. Euro) zu, wie das Unternehmen am Mittwoch (10. Februar) in Detroit mitteilte.

Unterm Strich verdiente GM in den drei Monaten bis Ende Dezember knapp drei Milliarden Dollar. Vor einem Jahr hatten hohe Sonderkosten aufgrund eines Streiks die Quartalsbilanz verhagelt und es war ein Verlust von 200 Millionen Dollar angefallen. GM warnte, dass Computerchip-Engpässe den Betriebsgewinn 2021 um bis zu zwei Milliarden Dollar drücken könnten. Der Konzern hatte wegen des Chipmangels, der derzeit fast die gesamte Autoindustrie belastet, zuletzt die Produktion in einigen Werken gedrosselt.

Wegen Chipmangel: Fokus auf profitable Modelle

Vorstandschefin Mary Barra erklärte in einer Konferenzschalte, dass das Unternehmen und die Zulieferer versuchten, die Auswirkungen der Chip-Knappheit zu minimieren. GM werde sich auf die Herstellung seiner profitabelsten Modelle konzentrieren – SUVs und Pick-up-Trucks. „Die Chip-Engpässe werden unsere Wachstumspläne nicht bremsen“, sagte Barra.

Anleger reagierten dennoch negativ. Nachdem die Kursverluste vorbörslich zunächst noch relativ verhalten ausfielen, büßten GMs Aktien im frühen US-Handel zeitweise um mehr als fünf Prozent ein – obwohl das Unternehmen die Erwartungen der Analysten bei den Quartalsergebnissen klar übertraf. Im gesamten abgelaufenen Geschäftsjahr 2020 musste der Autobauer – zeitweise deutlich geschwächt durch die Coronakrise – einen Gewinnrückgang um 5 Prozent auf etwas über sechs Milliarden Dollar verkraften. Der Umsatz fiel von 137 Milliarden im Vorjahr auf gut 120 Milliarden Dollar.

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