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Übernahme Haldex: Knorr-Bremse legt nochmals nach

| Redakteur: Christian Otto

Der Bieterkampf um Haldex geht weiter. Obwohl gestern ZF von allen Kartellbehörden grünes Licht bekommen hatte, stockt Knorr-Bremse sein Angebot nochmals auf. Die Münchener bieten nun 125 schwedische Kronen pro Aktie.

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Knorr-Bremse erhöht im Wettbieten um den schwedischen Zulieferer Haldex das Barangebot um 15 auf 125 schwedische Kronen pro Aktie. Im Bild die Konzernzentrale von Knorr-Bremse in München.
Knorr-Bremse erhöht im Wettbieten um den schwedischen Zulieferer Haldex das Barangebot um 15 auf 125 schwedische Kronen pro Aktie. Im Bild die Konzernzentrale von Knorr-Bremse in München.
(Bild: Knorr-Bremse)

Gestern (15. September) vermeldete ZF noch, dass das von den Friedrichshafenern vorgelegte Barangebot zur Übernahme von Haldex von sämtlichen involvierten nationalen Kartellbehörden freigegeben wurde. Doch nun hat Knorr-Bremse nochmals nachgezogen.

Mit der erneuten Aufstockung des Angebotes um 15 auf nun 125 schwedische Kronen pro Aktie, könnte die Entscheidung der Haldex-Verantwortlichen doch nochmals vertagt werden. Derzeit hält Knorr-Bremse bereits über fünf Millionen Haldex-Aktien; dies entspricht 11,35 Prozent aller Aktien und Stimmrechte des Übernahmekandidaten.

Knorr-Bremse ist fest entschlossen

„Unsere Perspektiven bleiben unverändert: Wir sind fest entschlossen, die Verbindung von Haldex und Knorr-Bremse umzusetzen. Dies unterstreicht nicht nur unser erhöhter Anteil an Haldex-Aktien, sondern auch unser erhöhtes Angebot an die Aktionäre von Haldex. Wir hätten dieses Angebot nicht unterbreitet, wenn wir nicht davon überzeugt wären“, sagte Klaus Deller, Vorsitzender des Vorstands der Knorr-Bremse AG.

ZF hatte zuvor eine Erhöhung des Angebotspreises von ursprünglich 100 auf 110 schwedische Kronen je Aktie in bar bekanntgegeben. Das war eine Reaktion auf das zwischenzeitlich erste Angebot von Knorr-Bremse. Nach Angaben von ZF profitieren Aktionäre, die ihre Anteile bereits zu 100 Kronen je Aktie zum Verkauf gestellt haben, automatisch vom verbesserten Angebot.

ZF hält über 20 Prozent

Zusätzlich zu den bestehenden Anteilen von 4,18 Prozent hat ZF bereits 17,06 Prozent des gesamten Stimm- und Aktienkapitals von drei Hauptaktionären von Haldex gekauft. Die Übertragung der Anteile wurde gestern eingeleitet. Damit kontrolliert ZF einen Gesamtanteil von 21,24 Prozent. Darüber hinaus befinde sich ZF in Gesprächen mit weiteren wichtigen Investoren, um den eigenen Anteil weiter aufzustocken.

Aus Sicht von ZF biete der Zusammenschluss beiden Unternehmen einzigartige Möglichkeiten. Das Board of Directors von Haldex hat seinen Aktionären einvernehmlich empfohlen, das Angebot von ZF anzunehmen. Das Angebot unterliegt einer Annahmeschwelle von 50 Prozent plus einer Aktie zum Ablauf der Annahmefrist, die weiterhin am 30. September 2016 endet.

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