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Wirtschaft Hannoveraner Werk von VW-Sitzhersteller in Gefahr

| Autor/ Redakteur: dpa / Svenja Gelowicz

Die IG Metall warnt vor der Schließung eines Werks des Sitzherstellers Sitech. Grund dafür soll ein konkreter Auftrag sein, der statt an die VW-Tochter wohl an einen französischen Wettbewerber geht.

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Der Zulieferer Sitech liefert Sitze an Volkswagen – ist aber laut IG Metall aktuell von der Schließung bedroht.
Der Zulieferer Sitech liefert Sitze an Volkswagen – ist aber laut IG Metall aktuell von der Schließung bedroht.
(Bild: Volkswagen)

Das Werk des Sitzherstellers Sitech in Hannover ist aus Sicht der IG Metall nach zwei verlorenen Aufträgen von der Schließung bedroht. Die VW-Tochter beliefert die Konzernmarken, muss sich aber gegen externe Wettbewerber behaupten. Bei den leichten Nutzfahrzeugen (Volkswagen Nutzfahrzeuge, VWN) soll nun ein wichtiges Projekt für den neuen VW-Bus T7 auf der Kippe stehen, wie die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ berichtete. Nach VWN-Angaben vom Dienstag (28. Januar) ist das Vergabeverfahren noch nicht beendet.

Die Gewerkschaft befürchtet, dass ein Scheitern von Sitech das Ende für den Standort Hannover mit mehr als 450 Beschäftigten bedeuten dürfte. Sitech selbst erklärte dazu, das Werk habe „wahrscheinlich zum zweiten Mal den Wettbewerb um ein wichtiges Zukunftsprodukt verloren. Die finale Bestätigung steht aber noch aus.“

Auftrag geht an Faurecia

Laut IG Metall soll der Sitzauftrag an einen osteuropäischen Standort des französischen Autozulieferers Faurecia gehen. Es habe bis Ende voriger Woche Verhandlungen mit der Sitech-Führung gegeben, um das Bestehen des hannoverschen Werks zu sichern – angeblich ohne Erfolg, obwohl es „deutliche Zugeständnisse der Arbeitnehmerseite“ gegeben habe. Nach Informationen der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung gaben aus Sicht von VWN viel zu hohe Preisforderungen von Sitech den Ausschlag für die drohende Absage.

Die Gewerkschaft kritisierte, das Unternehmen habe zuletzt nicht genügend investiert. Sitech-Betriebsratschef Rafael Fernandez sagte: „Wir versuchen alles, um den T7-Sitz in Hannover zu halten. Wir haben weiter die Hoffnung, dass der Volkswagen-Vorstand die richtige Entscheidung trifft. Wir werden für unsere Zukunft kämpfen.“

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