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Delphi Harte Zeiten für Delphi

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Die Kreditwürdigkeit von Delphi hat sich weiter verschlechtert. Die Rating-Agentur Moody's reduzierte die Einstufung nochmals von "Ba2" auf "B2".

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( Archiv: Vogel Business Media )

Die Kreditwürdigkeit des weltweit zweitgrößten Autozulieferers Delphi hat sich weiter verschlechtert. Die Rating-Agentur Moody's reduzierte die bereits zuvor auf dem berüchtigten Niveau von "Schrottanleihen" (Junk-Bonds) stehende Einstufung nochmals von "Ba2" auf "B2". Der Ausblick sei negativ, da die Pensionslasten und die Produktionskürzungen beim wichtigsten Kunden General Motors dem Zulieferer auch künftig zusetzen würden, teilte Moody's zur Begründung mit.

Delphi hatte in der Vorwoche einen Quartalsverlust von 409 Millionen Dollar gemeldet und seine Jahresziele aufgegeben. Unternehmenschef J.T. Battenberg begründete die Schieflage mit der schwachen Autokonjunktur. Ursprünglich hatte der Unternehmen mit einem Verlust von 350 Millionen Dollar im gesamten Jahr gerechnet. Die nochmals reduzierte Kreditwürdigkeit bedeutet, dass Delphi künftighöhere Zinsen zahlen muss und bei der Aufnahme neuer Kredite beschränktist.

Zudem dürfen bestimmte Investmentgesellschaften nicht mehr in Delphiinvestieren, da sie keine Anleihen von Unternehmen mit "Junk-Statuts" im Portfolio haben dürfen.Die frühere GM-Tochter Delphi steckt seit Monaten in Schwierigkeiten.Die US-Börsenaufsicht SEC überprüft wegen Unregelmäßigkeiten die Bilanzender vergangenen vier Geschäftsjahre, der Finanzvorstand wurde gefeuert.Zudem wird ein Nachfolger für den scheidenden Konzernchef Battenberggesucht. Der Stuttgarter Bosch-Konzern hatte Delphi im Vorjahr als Umsatz-Nummer eins unter den weltweiten Zulieferern abgelöst.