Automobilzulieferer Heinze-Gruppe: Eröffnung des Insolvenzverfahrens

Von Marie-Madeleine Aust

Mehrere Tochterunternehmen der Heinze-Gruppe hatten Ende September 2021 einen Insolvenzantrag gestellt. Nun hat das Amtsgericht Bielefeld die entsprechenden Verfahren eröffnet.

(Bild: Griechenland Pleite / Tim Reckmann / CC BY-SA 2.0)

Am 1. Januar hat das Amtsgericht Bielefeld die Insolvenzverfahren über das Vermögen mehrerer Firmen der Heinze-Gruppe eröffnet. Dies teilte die Kanzlei Höltershinken & Kollegen in einer aktuellen Pressemitteilung mit.

Betroffen sind die Tochterunternehmen Heinze Gruppe GmbH, Heinze Verwaltung GmbH, Heinze Gruppe Grundbesitz GmbH & Co. KG, Heinze-Kunststofftechnik GmbH & Co. KG, HeRo Galvanotechnik GmbH, HeiForm GmbH und Krallmann Kunststoffverarbeitung GmbH in Herford, Hiddenhausen und Bad Salzuflen. Insgesamt sind 710 Beschäftigte von der Schieflage des Zulieferers betroffen.

Geschäftsbetriebe sollen vollumfänglich weiter laufen

Die Unternehmen der Heinze-Gruppe hatten Ende September 2021 jeweils Insolvenzanträge gestellt. Sie stellen unter anderem Kunststoffteile für die Automobil- und für die Lebensmittelindustrie sowie den „Non-Food-Bereich“ her. Für die Unternehmen wurden mit Unterstützung der Mentor AG aus Trier verschiedene Liquiditäts- und Ertragsberechnungen erarbeitet, die eine Fortführung der Geschäftsbetriebe bestätigen. Die Geschäftsbetriebe werden auch nach Eröffnung der Insolvenzverfahren vollumfänglich weiter laufen, heißt es in der Mitteilung.

Die im Oktober 2021 begonnene Investorensuche hat offenbar dazu geführt, dass sich mittlerweile elf Interessenten gefunden haben. Es sei geplant, die Verhandlungen mit den Interessenten zu intensivieren und abzuschließen, um im März 2022 über den Verkauf der Unternehmen zu entscheiden.

Zum Insolvenzverwalter in den jeweiligen Verfahren hat das Insolvenzgericht Stephan Höltershinken, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Insolvenzrecht, von der Kanzlei Höltershinken & Kollegen aus Minden bestellt.

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