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Connectivity HERE treibt Entwicklung einer Echtzeitkarte voran

Redakteur: Wolfgang Sievernich

Das Unternehmen stellt eine Schnittstellen-Spezifikation für sensorbasierte Daten durch eine Creative Commons Lizenz zur freien Verfügung.

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HERE will eine Schnittstellen-Spezifikation für sensorbasierte Daten durch eine Creative Commons Lizenz zur freien Verfügung stellen.
HERE will eine Schnittstellen-Spezifikation für sensorbasierte Daten durch eine Creative Commons Lizenz zur freien Verfügung stellen.
(Foto: Here)

HERE hat eine Schnittstellen-Spezifikation entwickelt, die definieren soll, wie sensorbasierte Daten verschiedener Fahrzeuge in einer Cloud verarbeitet werden können. Damit will das Unternehmen die Automobilindustrie bei der Weiterentwicklung von Technologien zum automatisierten Fahren wie dem vernetzten Elektronischen Horizont unterstützen, die zur Sicherheit im Straßenverkehr und Verkehrsentlastung beitragen.

Fahrzeuge generieren ein Bild der Umgebung

Laut Prognose des Marktforschungsunternehmens SBD werden bis zum Jahr 2020 jährlich rund 33 Millionen vernetzungsfähige Fahrzeuge verkauft. Diese Fahrzeuge könnten pro Jahr mehr als 163 Millionen Terrabytes an Daten erzeugen, die sie über ihre fahrzeugeigenen Kameras und Sensoren erfassen. Teilen die Fahrzeuge ihre gesammelten Informationen über die Cloud untereinander, können sie ein Bild ihrer Umgebung konstruieren, das weit umfangreicher ist, als es allein mit den eigenen Sensoren möglich wäre. So sollen sich die Fahrzeuge vor etwaigen Gefahrenpotenzialen, etwa glatten Straßen oder Unfällen, gegenseitig warnen können. Voraussetzung sei für dieses Szenario die herstellerübergreifende Standardisierung der gesammelten Sensordaten.

Daten werden in der Cloud erfasst

HERE stellt eine Schnittstellen-Spezifikation für sensorbasierte Daten durch eine Creative Commons Lizenz zur freien Verfügung. Die erzeugten Daten könnten so in standardisierter Form in der Cloud zusammengefasst, verarbeitet und analysiert werden, um ein detailliertes Echtzeit-Bild von Straßen und Verkehr zu entwerfen.

„Fahrzeuge generieren in jeder Sekunde eine Fülle an Daten über die aktuellen Straßen- und Verkehrsverhältnisse, die vor allem für nachfolgende Fahrzeuge äußerst hilfreich sein können“, sagt Dietmar Rabel, Director Automated Driving bei HERE. „Über eine einheitliche Schnittstelle können wir die Daten schneller und besser zu wertvollen Informationen verarbeiten. Das verhindert Unfälle auf den Straßen und reduziert die Zeit, die wir in Staus vergeuden. Außerdem bringt eine solche Standardisierung die Industrie dem Ziel des autonomen Fahrens ein ganzes Stück näher.“

Anhand der gesammelten Daten lassen sich zudem Karteninformationen abgleichen und verbessern und es könnten Warnungen über Straßenschäden oder Baustellen gegeben werden.

Austausch personenbezogener Daten möglich

Die generierten Daten sollen anonym verarbeitet werden, ausser der Fahrer würde sich bewusst dafür entscheiden personenbezogene Daten zu teilen, um von persönlichen Diensten profitieren zu können.

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