Suchen

Personalie Hildegard Müller wird neue VDA-Chefin

| Autor/ Redakteur: dpa / Jens Scheiner

Die Ex-Staatsministerin Hildegard Müller wird neue Chefin vom Autoverband VDA. Sie tritt ihren Posten zum 1. Februar 2020 an und folgt damit auf Bernhard Mattes, der bereits zum Jahresende zurücktritt.

Firmen zum Thema

Hildegard Müller ist ab dem 01. Februar 2020 neue VDA-Chefin.
Hildegard Müller ist ab dem 01. Februar 2020 neue VDA-Chefin.
(Bild: Andre Laaks, RWE)

Die frühere CDU-Politikerin und Ex-Strommanagerin Hildegard Müller wird neue Chefin des Verbands der Automobilindustrie (VDA). Müller sei einstimmig vom Vorstand gewählt worden und trete ihr Amt zum 1. Februar 2020 an, teilte der VDA am Freitag (29. November) in Berlin mit. Sie folgt auf Bernhard Mattes, der sein Amt als VDA-Präsident zum Jahresende 2019 aufgibt.

Wir sind der festen Überzeugung, dass Hildegard Müller die Aufgabe meistern wird, den VDA in einem sich schnell wandelnden Umfeld in die Zukunft zu führen.

Vizepräsidenten Ola Källenius, Vorstandschef von Daimler, und Arndt Kirchhoff, Chef der Kirchhoff Automotive Holding

Müller ist in der Automobilbranche bestens vernetzt

Die 52 Jahre alte Müller war bis Oktober Netzchefin des Energiekonzerns Innogy, eines der größten Betreiber von Ladesäulen für Elektroautos in Deutschland. Davor war sie knapp acht Jahre lang Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Müller gilt nicht nur als gut vernetzt in der Politik, sondern auch als erfahren in der Welt der Verbände. Von 1998 bis 2002 führte sie – als bislang einzige Frau – die Junge Union. Von 2005 an war sie Staatsministerin im Bundeskanzleramt und als solche zuständig unter anderem für die Bund-Länder-Beziehungen.

Zuletzt war auch über den scheidenden EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger (CDU) als Kandidat für den VDA-Chefposten spekuliert worden. Zwischendurch hatte der ehemalige Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) als heißester Anwärter gegolten, der hatte aber vor gut drei Wochen schon abgewinkt und erklärt, er stehe nicht zur Verfügung.

Der Posten des Spitzenlobbyisten der Autoindustrie muss neu besetzt werden, nachdem der frühere Ford-Manager Bernhard Mattes im September überraschend seinen Rückzug angekündigt hatte. Mattes ist erst seit März 2018 VDA-Präsident, seine Amtszeit lief eigentlich bis Ende 2020. Die erste Frau an der VDA-Spitze ist Müller allerdings nicht. Von 1989 bis 1996 hatte Erika Emmerich den Verband als Präsidentin geführt. Seither standen aber nur noch Männer an der Spitze.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 46264140)