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Rheinmetall Hirschmann verkauft

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Die Düsseldorfer Rheinmetall AG hat ihre Tochter Hirschmann Electronics GmbH & Co. KG an den Private-Equity-Investor HgCapital verkauft.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Die Düsseldorfer Rheinmetall AG hat ihre Tochter Hirschmann Electronics GmbH & Co. KG an den Private-Equity-Investor HgCapital verkauft. Einschließlich der übernommen Verbindlichkeiten müssen die Briten 115 Millionen Euro für den Elektronikspezialisten berappen. Die Übernahme durch HgCapital erfolgt im Rahmen eines Management-Buy-out mit der bisherigen Geschäftsführung des Neckartenzlinger Unternehmens, deren Zusammensetzung nach Angaben des Vorsitzenden Reinhard Sitzmann unverändert bleiben soll.

Die Hirschmann-Gruppe hat im Jahr 2003 mit rund 1.750 Mitarbeitern einen Umsatz von etwa 280 Millionen Euro erwirtschaftet. Neben Audi gehören vor allem DaimlerChrysler und BMW zu den wichtigsten Kunden. Nach dem Verkauf der Preh-Gruppe im November letzten Jahres an die Deutsche Beteiligungs AG hat sich Rheinmetall damit - wie geplant - vollständig vom Bereich Electronics getrennt. In Zukunft will sich das Unternehmen auf das Geschäftsfeld Automotive (Kobenschmidt Pierburg) und die Militärtechnik konzentrieren. Laut Klaus Eberhardt, Vorstandsvorsitzender von Rheinmetall, soll verstärkt die Internationalisierung beider Bereiche vorangetrieben werden.

Der Finanzinvestor HgCapital hatte bereits im August 2003 den oberbayerischen Hersteller von Autositzheizungen W.E.T. übernommen und dafür rund 126 Millionen Euro in die Hand genommen.