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Continental Hochautomatisiertes Fahren getestet

| Redakteur: Thomas Günnel

Der internationale Automobilzulieferer Continental hat im US-Bundesstaat Nevada einen zweiwöchigen Dauertest abgeschlossen. Das Testfahrzeug absolvierte über 6.000 Meilen hochautomatisiert auf öffentlichen Straßen.

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Insbesondere Aspekte der Fahrsicherheit wurden dabei untersucht. Ziel der Tests war es, mögliche Anwendungsfälle zu erforschen und den sicherheitstechnisch vertretbaren Geschwindigkeitsbereichs bei vollautomatisiertem Betrieb des Fahrzeugs zu ermitteln. Nevada ist der erste amerikanische Bundesstaat, der automatisiertes Fahren auf öffentlichen Straßen explizit erlaubt.

Das in Nevada untersuchte Konzept für hochautomatisiertes Fahren basiert wesentlich auf dem Wissen und Erfahrungen vom Gewinnerfahrzeug der Darpa-Urban Challenge 2007 und dem europäischen Forschungsprojekt HAVEit. Im Rahmen des Tests kamen erstmals seriennahe Technologien für Umfelderfassung und Fahrzeugsteuerung zum Einsatz. Unter anderem fand eine Stereokamera Verwendung, die Größe und Distanz von Hindernissen messen kann. Außerdem setzte Continental ein elektronisch ansteuerbares Bremssystem und eine elektrische Lenkung ein.

„Das Fahrzeug kann auch komplexere Szenarien auf Basis seriennaher Sensorik und Logik erkennen und ist somit in der Lage, den Fahrer von weniger anspruchsvollen Tätigkeiten, wie beispielsweise Fahren im Stau, durch Automatisierung zu entlasten“, sagt Matthias Strauß, Projektingenieur Fahrerassistenzsysteme im Bereich Advanced Engineering der Continental Division Chassis & Safety. Solche Stauszenarien wurden auch im Rahmen des Tests gefahren. In Situationen welche die derzeitigen Voraussetzungen für hochautomatisiertes Fahren überstiegen, wie nicht erkennbare Fahrbahnmarkierungen oder zu engen Kurven schaltete sich das System ab und der Fahrer musste das Fahren wieder selbst übernehmen. Reagierte er nicht, verringerte das System automatisch die Geschwindigkeit bis zum Stillstand.

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