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Rücktritt Hoeneß kommt VW zuvor

Redakteur: Christoph Baeuchle

Uli Hoeneß hat das Urteil wegen Steuerbetrug akzeptiert und seine Ämter beim FC Bayern München niedergelegt. Nach dem Urteil hatte der Druck auch auf Anteilseigner des Vereins wie Volkswagen zugenommen.

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Bessere Zeiten: Audi-Chef Rupert Stadler (li.) und Ex-Bayern-Manager Uli Hoeneß.
Bessere Zeiten: Audi-Chef Rupert Stadler (li.) und Ex-Bayern-Manager Uli Hoeneß.
(Foto: Audi)

Nach seiner Verurteilung ist Uli Hoeneß von seinen Ämtern als Präsident und Aufsichtsratsvorsitzender beim FC Bayern München zurückgetreten. Damit kam das einstige Fußballidol wohl Konsequenzen der Anteilseigner zuvor, die selbst immer stärker unter Druck geraten waren.

Die Anteilseigner der FC Bayern München AG, Volkswagen und die Tochter Audi sowie Allianz und Adidas, kamen selbst unter Druck. Volkswagen-Chef Martin Winterkorn und Audi-Lenker Rupert Stadler sitzen beide im Aufsichtsrat der Bayern. Für den eigenen Konzern haben sie beide Compliance-Regeln, die weit über das eigene Unternehmen hinaus gelten. So müssen sich auch immer mehr Kfz-Betriebe den Verhaltensregeln der Marken unterwerfen.

Entsprechend interpretierten etliche Händler das Verhalten aus Wolfsburg als Messen mit zweierlei Maß: Während die VW- und Audi-Betriebe sich an die Compliance-Regeln halten müssen, wird bei den Geschäftspartnern eine Auge zugedrückt.

Dies kritisierte zuletzt auch immer stärker die Presse. Allein bei der gestrigen Jahrespressekonferenz der Volkswagen AG wurde VW-Chef Winterkorn drei Mal zum Thema Compliance-Regeln und Uli Hoeneß befragt. Antworten gab es keine. Stattdessen verwies er auf das fehlende Urteil.

Als dieses dann kam, sollen Winterkorn und Stadler abrupt eine Analystenkonferenz verlassen haben und laut einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ kommentarlos durch den Hintereingang verschwunden sein.

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