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Verkehrssicherheit Honda hat schwere Unfälle nicht gemeldet

Redakteur: Andreas Grimm, Andree Stachowski

Der Hersteller hat über Jahre nicht alle schweren Zwischenfälle mit seinen Fahrzeugen in den USA an die Behörden gemeldet. Jetzt übt sich das Unternehmen in Schadensbegrenzung.

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Die US-Verkehrssicherheitsbehörde fordert Stellungnahme.
Die US-Verkehrssicherheitsbehörde fordert Stellungnahme.
(Foto: Honda)

Honda droht in den USA neuer Ärger. Wie die US-Sektion des Automobilherstellers am Montag (24.11.14) erklärte, habe man der US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA in den vergangenen zehn Jahren nicht alle Zwischenfälle mit Toten und Verletzten gemeldet. Dafür machte das Unternehmen verschiedene Fehler verantwortlich, insbesondere im Zusammenhang mit der Dateneingabe und der Verschlüsselung.

Den Angaben zufolge wurden 1.729 Vorfälle nicht an die NHTSA übermittelt, die eigentlich meldepflichtig gewesen wären. Nicht alle stehen aber in Zusammenhang mit dem seit Monaten anhaltenden Airbag-Problem, das allerdings nun die Datenpanne aufgedeckt haben dürfte. Seit der Jahrtausendwende fordert die Behörde von den Autobauern, quartalsweise über bekannt gewordene Un- und Zwischenfälle zu berichten.

Honda nehme den Vorfall sehr ernst, sagte Rick Schostek, Vorstandschef von Honda Nordamerika, laut der Mitteilung. Sein Unternehmen werde unverzüglich Gegenmaßnahmen ergreifen. Er versprach, dass Honda eng mit der US-Behörde zusammenarbeiten werde, um die Missstände zu beheben und korrekte Zahlen zu liefern.

Die Airbags des japanischen Herstellers Takata können diverse Probleme verursachen. Entweder können Bauteile splittern, die Airbags während des Entfaltens platzen oder sich erst gar nicht öffnen. Inzwischen sind laut der NHTSA rund 7,8 Millionen Fahrzeuge betroffen, die Mehrzahl davon in den USA. Die Rückrufe betreffen dabei nicht allein Honda, das Fabrikat muss mit mehr als fünf Millionen Fahrzeugen allerdings die meisten Rückrufe stemmen.

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