Automobilzulieferer Huawei sichert sich Patentvertrag mit VW-Zulieferer

Autor / Redakteur: dpa / Lena Sattler

Nach Daimler und Nokia schloss jetzt Huawei einen Patentlizenzvertrag mit einem Volkswagen-Zulieferer. Mit welchem, verriet der chinesische Elektronikkonzern jedoch nicht.

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Der Name des Volkswagen-Zulieferers ist unbekannt.
Der Name des Volkswagen-Zulieferers ist unbekannt.
(Bild: Volkswagen)

Huawei wird Geld mit Patentlizenzen für vernetzte Autos von Volkswagen verdienen. Der chinesische Mobilfunk-Ausrüster und Smartphone-Anbieter gab am Mittwoch (7. Juli) einen Lizenzvertrag mit einem Zulieferer des Wolfsburger Konzerns bekannt. Der Name des Zulieferers wurde aber nicht genannt.

Bei dem Deal gehe es um Patente, die zum Grundstock des LTE-Datenfunks gehörten, hieß es. Es sei der bisher größte Lizenzvertrag von Huawei in der Autobranche. Huawei rechne damit, dass mit bestehenden Lizenzvereinbarungen mehr als 30 Millionen Fahrzeuge lizenziert werden.

Seit Autos verstärkt mit Mobilfunk-Modulen ausgestattet werden, sind Patentlizenzen für entsprechende Technologien zu einem brennenden Thema für Fahrzeughersteller geworden. Netzwerk-Ausrüster wie Nokia oder Huawei halten viele Patente für grundlegende technische Lösungen und wollen Geld sehen.

Ein Streitpunkt ist dabei unter anderem, ob die Lizenzen von Zulieferern ausreichen. Zugleich ist es üblich, dass die Patenthalter einen Anteil vom Verkaufspreis bekommen – hier ist strittig, ob die richtige Größe der Preis des gesamten Autos oder nur des Bauteils ist.

Huawei durch US-Sanktionen unter Druck

Erst Anfang Juni hatten Daimler und Nokia ihren langen Patentstreit mit einem Deal beigelegt. Für Huawei ist die Vereinbarung mit dem VW-Zulieferer ein besonders wichtiger Erfolg: Der chinesische Konzern ist durch US-Sanktionen schwer unter Druck geraten. 

In westlichen Smartphone-Märkten hat die einstige weltweite Nummer Zwei massiv an Boden verloren, weil die Geräte ohne Google-Dienste auskommen müssen. Zudem zeichnet sich ab, dass sich Huawei keine großen Hoffnungen auf eine substanzielle Beteiligung am Ausbau der superschnellen 5G-Mobilfunknetze machen kann.

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