Autonomes Fahren Hyundai baut ein Robotaxi

Autor: Andreas Wehner

Für den Ridehailing-Dienst Lyft hat Hyundai den Ioniq 5 zum selbstfahrenden Auto umgebaut. Zum Einsatz kommt das Fahrzeug in den USA, erstmals zu sehen ist es jedoch in Deutschland.

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Hyundai hat den Ioniq mit Technik zum autonomen Fahren ausgestattet.
Hyundai hat den Ioniq mit Technik zum autonomen Fahren ausgestattet.
(Bild: Hyundai)

Den Hyundai Ioniq 5 gibt es künftig auch als Robotaxi. Wie der koreanische Autohersteller am Dienstag mitteilte, ist auf der IAA Mobility in München erstmals eine mit diversen Sensoren ausgestattete Version des Elektro-SUVs zu sehen. Es beherrscht als autonomes Fahrzeug SAE-Level 4 und kann somit ohne Fahrer betrieben werden. Das Auto soll ab 2023 beim Ridehailing-Dienst Lyft im mehreren Städten in den USA zum Einsatz kommen.

Das Robotaxi entwickelte Hyundai zusammen mit dem Start-up Motional, an dem der Hersteller selbst beteiligt ist. Das Auto verfügt laut Mitteilung über mehr als 30 Sensoren – Kameras, Radar und Lidar. Sie sollen eine 360-Grad-Erkennung der Umgebung sicherstellen, hochauflösende Bilder liefern und auch Objekte in sehr großer Entfernung erkennen. Die Systeme hat der Autohersteller bewusst deutlich sichtbar übers Exterieur verteilt, damit sich das Robotaxi problemlos von Autos mit Fahrern unterscheiden lässt.

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Motional steuert zudem maschinelle Lernsysteme bei, die mit Daten aus dem realen Straßenverkehr mehrerer Jahrzehnte gefüttert wurden. So soll das Auto auch komplexe Situationen meistern. Sollte er einmal nicht weiterkommen, kann der Robo-Ioniq per Fernsteuerung auf eine neue Route gelenkt werden, beispielsweise bei einer Streckensperrung wegen einer Baustelle.

Fahrersitz vorhanden

Den veröffentlichten Fotos nach gibt es im Innenraum dennoch einen Fahrerplatz mit Lenkrad. Der Beifahrersitz fehlt jedoch. Schon der reguläre Ioniq zeichnet sich durch seine Geräumigkeit aus. Über verschiedene Schnittstellen sollen die Passagiere mit dem Fahrzeug kommunizieren können, etwa um es zu einem Zwischenstopp zu bewegen.

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Redakteur Newsdesk Automotive