Konzeptfahrzeug Hyundai-Intrado: Markanter Leichtbau

Autor / Redakteur: sp-x / Thomas Günnel

Einen gewissen Mut zur Polarisierung kann man der neuen Hyundai-Studie nicht absprechen. Neben markanten Formen versprechen die Koreaner auch eine gewisse Leichtigkeit, zumindest beim Gewicht. Und die Umwelt soll auch nicht zu kurz kommen.

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Einen gewissen Mut zur Polarisierung kann man der neuen Hyundai-Studie nicht absprechen.
Einen gewissen Mut zur Polarisierung kann man der neuen Hyundai-Studie nicht absprechen.
(Foto: Hyundai)

Wie sehen Hyundai-Fahrzeuge in naher Zukunft aus? Wenn es nach dem Willen des Chefdesigners Peter Schreyer geht deutlich auffälliger als bisher. Das Design soll für Kunden zum entscheidenden Kaufargument, die Formgebung das künftige Aushängeschild der koreanischen Marke werden. Ob die Kundschaft sich gleich in die Fahrzeuge verlieben wird, wie der oberste Konzern-Designer jetzt postulierte, bleibt indes abzuwarten. Bislang gewähren die Koreaner nur einen bedingt aussagekräftigen Ausblick auf ihre neue Designlinie „Fluidic Sculpture“.

Debüt in Genf

Erster Vertreter ist das Konzept-Fahrzeug Intrado, das sein offizielles Debüt auf dem Genfer Salon 2014 feiern wird. Die bislang nur seitlich von hinten gezeigte Studie, die vornehmlich im deutschen Forschungs- und Entwicklungszentrum der Marke in Rüsselsheim kreiert wurde, erinnert an ein SUV, setzt aber mit einer markante Dachlinie auch deutlich dynamische Akzente. Wuchtige Seitenschweller und riesige Radkästen, in denen die exponierten, wohl mindestens 19-Zoll großen Show-Felgen reichlich Platz finden, sowie die bis weit in die Stoßfänger heruntergezogene Heckleuchtengrafik zeugen zumindest von Selbstbewusstsein.

Leichtbau und Brennstoffzellenantrieb

Nicht nur die Designlinie ist neu: Bei der Studie kommen noch nicht nähere spezifizierte Leichtbau-Materialien zum Einsatz. Vorstellbar sind hier Aluminium und Karbon. Unter der Haube ist ein Brennstoffzellenantrieb vorgesehen. Der soll leichter und effizienter sein als beim iX35 FCEV, der mit 100 kW/136 PS auskommen muss. Vorstellbar ist hier eine leistungsstärkere Einheit, die rund 200 PS bereitstellt. Mit dem alternativen Antrieb will das Unternehmen die Bedeutung der Brennstoffzelle für seine zukünftigen Aggregatskonzepte unterstreichen.

Ob die Studie überhaupt in Serie gehen wird, ist noch nicht geklärt. Die angedeutete Formensprache sowie der Technologieeinsatz lassen auf jeden Fall auf künftig optisch interessantere Hyundai-Modelle hoffen.

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