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Hyundai Hyundai will Marktanteil halten

| Redakteur: Andreas Wehner

Mit verschiedenen Maßnahmen will Hyundai zunächst die Qualität im Netz erhöhen, bevor der nächste größere Wachstumsschub ansteht. Dazu gehört ein neues Vertriebssystem.

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Markus Schrick, Geschäftsführer von Hyundai Motor Deutschland: „Wir wollen 2016 einen Marktanteil von vier Prozent erreichen.“
Markus Schrick, Geschäftsführer von Hyundai Motor Deutschland: „Wir wollen 2016 einen Marktanteil von vier Prozent erreichen.“
(Foto: Wehner )

Hyundai plant 2014 ein Wachstum auf Marktniveau. Mit 101.522 Neuzulassungen und einem Marktanteil von 3,4 Prozent war 2013 ein Rekordjahr für den Importeur. 2014 wolle Hyundai diesen Marktanteil halten, sagte Markus Schrick, Geschäftsführer von Hyundai Motor Deutschland, am Dienstag (11.2.14) in Offenbach. Ein konkretes Absatzziel nannte er nicht. Hyundai geht aber derzeit von einem Gesamtmarktwachstum von etwa vier Prozent aus. Das entspräche hochgerechnet rund 106.000 Einheiten.

Ab dem kommenden Jahr will Hyundai dann wieder stärker zulegen. „Wir wollen 2016 einen Marktanteil von vier Prozent erreichen“, kündigte Schrick an. Für Europa hatte der europäische Hyundai-Vizechef Allan Rushforth kürzlich das Ziel von fünf Prozent Marktanteil bis zum Jahr 2020 ausgegeben.

In diesem Jahr will sich Hyundai zunächst mal weiter um das Thema Qualität kümmern. Die Kundenzufriedenheit im Service sei nach einer internationalen Studie 2013 erneut gestiegen, sodass sich das Fabrikat von Rang elf im Jahr 2012 auf Platz drei habe verbessern können. Bei einer ähnlichen Studie für den Verkauf sei Hyundai zwar ebenfalls nach oben geklettert, liege jedoch mit Platz 17 im hinteren Mittelfeld. „Hier erwarten wir selbstverständlich mehr“, sagte Schrick.

Mit verschiedenen Maßnahmen will Hyundai für mehr Qualität sowohl innerhalb der Importeursorganisation als auch im Handel sorgen. Dazu zählt die Einführung eines neuen IT-Systems im vergangenen Jahr. Das sorgte jedoch aufgrund verschiedener Probleme zunächst für großen Unmut im Händlernetz. So kam es unter anderem zu verzögerten Bonuszahlungen und fehlerhaften Rechnungen. Wirklich rund läuft das System offenbar immer noch nicht. „Die größten Stolpersteine haben wir aus dem Weg geräumt, mit der einen oder anderen Kinderkrankheit müssen wir uns allerdings noch beschäftigen“, sagte Schrick. Die Probleme sollen jedoch noch im ersten Quartal zum Großteil ausgeräumt sein.

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Zudem hat Hyundai ein neues Vertriebssystem eingeführt, das für mehr Planungssicherheit im Handel sorgen soll. „Wir belohnen eine gute Leistung und eine hohe Kundenzufriedenheit stärker“, sagte Schrick. Auch der vom Handel kritisierte hohe Eigenzulassungenanteil soll im Zuge dessen wieder sinken. „Die Zuteilung von Vertriebsprämien wird künftig nicht an Zulassungs-, sondern an Verkaufszahlen gemessen werden“, sagte Schrick. 2013 erfolgten 43,1 Prozent der Hyundai-Neuzulassungen auf die Händler oder den Importeur. Künftig will sich Hyundai in Höhe des Branchendurchschnitts bewegen, der bei etwa 30 Prozent liegt.

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