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IAA 2013 IAA soll Elektromobilität stärken

| Redakteur: Andreas Grimm

Auf dem IAA-Fachkongress Elektromobilität haben Hersteller und Fachleute die Chancen des Stromantriebs diskutiert. Ihre Hoffnung: Das breitere Modellangebot soll die Nachfrage ankurbeln.

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Eine bessere Standardisierung und ein größeres Angebot sollen die Nachfrage nach Elektroautos erhöhen. Für deren Markteinführung sieht der VDA den Dienstwagensektor als einen wirksamen Weg.
Eine bessere Standardisierung und ein größeres Angebot sollen die Nachfrage nach Elektroautos erhöhen. Für deren Markteinführung sieht der VDA den Dienstwagensektor als einen wirksamen Weg.
(Foto: DHL)

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) erhofft sich angesichts des erneut schwächelnden europäischen Neuwagenmarkts (im August minus fünf Prozent) vom steigenden Angebot an Elektroautos Rückenwind für neues Wachstum. „Elektrisches Fahren ist keine Vision mehr, sondern Realität. Die automobile Zukunft ist jetzt erfahrbar. Das wird auf dieser IAA ganz deutlich“, sagte VDA-Präsident Matthias Wissmann auf dem „Fachkongress Elektromobilität“ während der IAA am Dienstag (17. September) in Frankfurt. Neben den bereits verkauften Modellen wie Nissan Leaf und Mitsubishi Miev zeigen in Frankfurt derzeit auch die deutschen Hersteller ihre Elektro-Serienprodukte, etwa VW den E-Golf und den E-Up oder BMW den i3.

16 neue Elektrofahrzeuge deutscher Produktion

Die gesamte deutsche Industrie sei auf einem guten Weg, die Chancen der Elektromobilität für sich zu nutzen, sagte Wissmann. Bis Ende 2014 sollen 16 neue Elektro-Modelle allein aus deutscher Produktion bei den Händlern stehen. Das wachsende Angebot werde der Elektromobilität einen Schub geben. „Im Jahr 2014 könnten einige zehntausend Fahrzeuge verkauft werden – Mitte des Jahrzehnts möglicherweise auch schon eine sechsstellige Zahl.“ Die deutsche Automobilindustrie investiere in den nächsten drei bis vier Jahren rund zwölf Milliarden Euro in die Entwicklung alternativer Antriebe. Noch ist der Absatz der alternativ angetriebenen Wagen in Deutschland aber verschwindend gering: Im August wurden in Deutschland rund 214.000 Neuwagen zugelassen, darunter nur 435 Stromer.

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„Zuerst im Dienstwagen“

Der VDA will für den Durchbruch der Elektrotechnologie sorgen, indem Handel und Industrie die Kunden „zunächst im Dienstwagenbereich erreichen müssen“. Dies sei ein wirksamer Weg für die Markteinführung, da Dienstwagen in der Regel nur recht kurz beim Erstkäufer bleiben und dann über den Gebrauchtwagenmarkt den Fahrzeugbestand erweitern. Gerade im Dienstwagenbereich könnten die Elektrofahrzeuge zudem am besten durch geringere Betriebskosten punkten. Ähnlich, wenn auch aus einem anderen Blickwinkel sieht das die Fraunhofer-Studie „Markthochlaufszenarien für Elektrofahrzeuge“. Sie kommt zu dem Schluss, dass Elektrofahrzeuge nur dann wirtschaftlicher sind als konventionelle Fahrzeuge, wenn sie viel gefahren werden, um die höheren Anschaffungsausgaben über die günstigeren Verbrauchs- und Wartungskosten zu amortisieren. Dies sei insbesondere bei Berufspendlern und Arbeitnehmern mit Dienstwagen gegeben. Dagegen werde bei jährlichen Fahrleistungen unter 15.000 Kilometern weiterhin der Benzinmotor dominieren, bei extremen Vielfahrern werde der Dieselmotor vorherrschend bleiben.

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Politik soll Ladeinfrastruktur vorantreiben

Dagegen trauen die Fraunhofer-Forscher Elektroautos in den Großstädten weniger Potenzial zu als bisher angenommen: Für Menschen mit eigener Garage, die die Batterie über Nacht am Hausanschluss aufladen können, seien E-Autos unter ökonomischen Gesichtspunkten attraktiver als für alle, die auf eine öffentliche Lade-Infrastruktur angewiesen sind. Noch dazu ist für sie die Ladeprozedur praktikabler durchzuführen. Auf die praktischen Probleme der Elektrifizierung ging auf dem Kongress auch EU-Energiekommissar Günther Oettinger ein. Unter anderem sei es notwendig, in Europa für möglichst weitgehende Standardisierungen zu sorgen. Zudem stünde die Politik vor der Aufgabe, den Aufbau einer flächendeckenden Ladeinfrastruktur voranzutreiben.

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