Materialentwicklung Igus: „Mit Simulation alleine können wir nicht entwickeln“

Autor: Thomas Günnel

Das Unternehmen Igus ist vor allem für seine Kunststoffgleitlager bekannt. Was gibt es Neues? Wohin entwickeln sich die Werkstoffe? Markus Feth, Leiter Automotive Lagertechnik, erklärt die Zielrichtung.

Markus Feth ist Leiter Automotive Lagertechnik bei Igus.
Markus Feth ist Leiter Automotive Lagertechnik bei Igus.
(Bild: Igus)

Herr Feth, welche Trends in der Materialentwicklung bei Kunststoffen gibt es?

Wenn es um Automotive geht, ist der Leichtbau weiterhin ganz oben auf der Agenda. Es kommen immer häufiger sogenannte Organobleche zum Einsatz. Sie bestehen aus Faserverbundwerkstoffen, also einem Gewebe aus Glas- beziehungsweise Kohlefasern, die in Polyamid eingebettet sind. Die neuen Werkstoffe ersetzen so herkömmliche Metallbleche und sind rund 50 Prozent leichter.

Wir bilden Leichtbau mit unseren hochverschleißfesten Polymer-Gleitlagern ab: Sie sind bis zu siebenmal leichter als herkömmliche, gerollte PTFE-Metalllager. Zwar wiegt ein einzelnes Lager oft noch nicht einmal ein Gramm. Bei mehreren hundert Lagern pro Auto sind das jedoch schnell einige Kilogramm, die wir einsparen können.

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 Thomas Günnel

Thomas Günnel

Fachjournalist, Redaktion AUTOMOBIL INDUSTRIE