Karriere

Teilzeitführung: Ein Modell mit Zukunft

| Autor / Redakteur: Annette Neumann / Jens Scheiner

Mehr Zeit für die Familie: Neben flexiblen Modellen mit reduzierten Arbeitszeiten auf Mitarbeiterebene nimmt auch das Modell der Teilzeitführung für Führungskräfte langsam fahrt auf.
Mehr Zeit für die Familie: Neben flexiblen Modellen mit reduzierten Arbeitszeiten auf Mitarbeiterebene nimmt auch das Modell der Teilzeitführung für Führungskräfte langsam fahrt auf. (Bild: Bosch)

Die Teilzeitführung fristet in deutschen Unternehmen noch ein Nischendasein. Die Präsenzkultur steht ihr oftmals genauso im Weg wie der Mythos, dass ein „guter“ Manager einen vollgestopften Terminkalender haben muss. Trotzdem nimmt das Modell „Führen in Teilzeit“ an Fahrt auf. Nicht nur, weil es die Work-Life-Balance verbessert.

Ob die Mitarbeiter mehr Zeit für die Familie haben, Angehörige pflegen oder sich für den nächsten Karriereschritt weiterbilden möchten: Der Automobilzulieferer Bosch bietet vielfältige Modelle an, damit Mitarbeiter ihre Arbeitszeit mit ihrer Lebenssituation in Einklang bringen können. Heute arbeitet rund ein Drittel der weiblichen Führungskräfte in Teilzeit, während die männlichen Führungskräfte eher Gebrauch vom flexiblen Arbeiten, zum Beispiel Homeoffice, machen. Aber auch vollzeitnahe Arbeitsmodelle mit 70 oder 80 Prozent bieten die Stuttgarter ihren Mitarbeitern an.

Während sich flexible Modelle mit reduzierten Arbeitszeiten auf Mitarbeiterebene mehr und mehr durchsetzen, fristet die Teilzeitführung in Deutschland noch ein Nischendasein: Laut einer aktuellen Studie der Hans-Böckler-Stiftung lag der Anteil der Teilzeitbeschäftigten mit Managementaufgaben zuletzt bei elf Prozent; bei herausragenden Führungsposten sind es nur sechs Prozent. Auch wenn sich immer mehr Führungskräfte vorstellen können, ihre Arbeitszeit zu reduzieren, zögern viele, den Wunsch in die Tat umzusetzen, wie eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Bundesfamilienministeriums ergab. Das gilt insbesondere für Führungskräfte auf höherer Ebene und männliche Führungskräfte, die oftmals meinen, sich rechtfertigen zu müssen sowie Vorbehalte und Widerstände im Unternehmen befürchten. Mehrheitlich sind es nach wie vor eher weibliche Führungskräfte auf der unteren und mittleren Ebene, die ihre Arbeitszeit nach der Elternzeit zugunsten der Kinder zurückschrauben.

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