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IAA 2015 Initiative Massiver Leichtbau auf der IAA

| Redakteur: Thomas Günnel

Die Initiative Massiver Leichtbau präsentiert sich auf der IAA 2015. Konstrukteure und Entwickler von Automobilfirmen, OEMs und Tier1-Zulieferern können sich hier auf den aktuellen Stand der Forschung bringen.

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Auf der IAA 2015 stellt die „Initiative Massiver Leichtbau“ ihre aktuellen Projekte vor.
Auf der IAA 2015 stellt die „Initiative Massiver Leichtbau“ ihre aktuellen Projekte vor.
(Foto: Voestalpine)

Große Resonanz findet laut der Initiative das Projekt „Phase II Leichtes Nutzfahrzeug“. Seit Anfang des Jahres 2015 arbeiten hier mittlerweile 28 Unternehmen zusammen. Dazu gehören unter Federführung des Industrieverbands Massivumformung e. V. 17 Unternehmen der Massivumformung, zehn Firmen der Stahlindustrie (Langprodukte-Hersteller) sowie ein Ingenieurdienstleister. Zwei Studien untersuchen das Leichtbau-Potenzial eines leichten Nutzfahrzeugs mit 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht. Sie schließen an die erfolgreiche Potentialstudie „Massiver Leichtbau Phase I Pkw“ von 2013/2014 an. In dieser wurde als zentrales Ergebnis eine mögliche Gewichtseinsparung von 42 Kilogramm in Antriebsstrang und Fahrwerk eines Pkw ermittelt. Die erarbeiteten Ergebnisse prüft die Initiative gemeinsam mit Konstrukteuren und Entwicklern der Automobilhersteller auf ihre mögliche Umsetzung.

Zusammenarbeit zwischen Massivumformern und Stahlherstellern

Ziel der Phase II ist es, durch eine konzertierte Aktion von Massivumformern und Stahlherstellern die Potenziale massivumgeformter Bauteile für den Leichtbau in einem leichten Nutzfahrzeug aufzuzeigen. „Für die Massivumformung greift die Branche größtenteils auf Zulieferer zurück. Weiterentwicklungen und Innovationen sind aber schwierig, weil eine Vielzahl an Partnern in der Zulieferkette vom Stahl bis zur Komponente beteiligt ist. Mit der Initiative Massiver Leichtbau zeigen wir, dass die Zusammenarbeit zwischen Massivumformern und Stahlherstellern neue Vorteile hervorbringt: Kostengünstige, hochfeste Stähle mit schlanken, sicheren Produktionsprozessen über die gesamten Verarbeitungsstufen haben Wettbewerbsvorteile gegenüber konkurrierenden Fertigungsverfahren und Werkstoffen“, sagt Dr.-Ing. Hans-Willi Raedt, Sprecher des Konsortiums und Vice President Advanced Engineering der Hirschvogel Automotive Group. „Die erarbeiteten Ergebnisse lassen sich zudem auf ähnliche Pkw-Komponenten übertragen.“.

Neuer Forschungsverbund „Massiver Leichtbau“

Im Mai 2015 startete zudem der neue Forschungsverbund „Massiver Leichtbau – Innovationsnetzwerk für Technologiefortschritt in Bauteil-, Prozess- und Werkstoff-Design für massivumgeformte Bauteile der Automobiltechnik“. Über eine Laufzeit von drei Jahren forschen Wissenschaftler deutschlandweit koordiniert von der Forschungsvereinigung Stahlanwendung e. V. (FOSTA) und der Produktionstechniker der Universität Bremen im Institut für Werkstofftechnik (IWT). Das Ziel des Forschungsverbunds: mithilfe neuer Stahlwerkstoffe sowie Bauteilkonstruktionen und Fertigungsmethoden den Antriebsstrang von Automobilen noch leichter zu konstruieren und trotzdem höchste Lebensdauererwartungen zu erfüllen. Finanziert wird das Projekt durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. In fünf Teilprojekten sind zurzeit zehn Forschungsinstitute aus fünf Bundesländern beteiligt. Eine Patengruppe aus 58 Unternehmen begleitet die Projekte von industrieller Seite.

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