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Umfrage Innerstädtische Mobilität: Eigenes Auto vorn

| Redakteur: Thomas Günnel

Staus, Parkplatznot, schlechte Luft und genervte Autofahrer: Trotzdem fahren fast alle mit dem eigenen Pkw in die Stadt. Laut einer aktuellen Umfrage der Prüforganisation Dekra nutzen 92 Prozent dafür ihr Auto, 81 Prozent sogar häufig.

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Trotz Staus und Parkplatznot: Rund 92 Prozent der Autobesitzer fahren mit ihrem Fahrzeug in innerstädtischem Gebiet, wie eine Umfrage der Dekra ergab.
Trotz Staus und Parkplatznot: Rund 92 Prozent der Autobesitzer fahren mit ihrem Fahrzeug in innerstädtischem Gebiet, wie eine Umfrage der Dekra ergab.
(Foto: DVR)

In die „Öffentlichen“ – Busse und Bahnen – steigt demnach nicht einmal jeder Zweite häufig. Andere Mobilitätsformen wie Carsharing sind erst für 14 Prozent interessant. Gründe für einen Umstieg vom Auto auf Alternativen gäbe es genug (Mehrfachnennungen): Zwei von drei Autofahrern sind genervt von der Parkplatznot und den hohen Parkgebühren. Jeder Zweite beklagt Staus und zu viele Ampeln. Ebenso vielen gehen aggressive Autofahrer und häufiges Missachten der Verkehrsregeln auf die Nerven. 42 Prozent stören sich an unberechenbaren Fahrradfahrern, und 25 Prozent sind genervt von Fußgängern, die sich von Kopfhörer oder Smartphone ablenken lassen.

Mehr Alternativen, bitte!

Fast jeder Dritte schließt einen Umstieg vom eigenen Auto auf andere Mobilitätsformen komplett aus. Jeder Zweite wäre bei einem Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel zu einem Umstieg bereit. 30 Prozent sprechen sich für einen weiteren Ausbau des Radwegenetzes aus. Knapp jeder Vierte wünscht sich attraktivere Carsharing- und Park-and-Ride-Angebote. Sicherheitsargumente spielen beim Umstieg kaum eine Rolle. Für die meisten Befragten sind Autoinsassen in der Stadt etwa genauso sicher unterwegs wie mit öffentlichen Verkehrsmitteln. 96 Prozent halten Auto und „Öffentliche“ für „sehr sicher“ beziehungsweise „sicher“. Die Situation von Fußgängern in der City wird dagegen von 30 Prozent als „weniger sicher“ beurteilt, das Fahrradfahren halten sogar zwei Drittel für „weniger sicher“.

An der Umfrage nahmen 1.250 Personen teil, die zur Hauptuntersuchung an eine Dekra-Niederlassung kamen.

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