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ADAC Innovationspreis für Bosch

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Der ADAC hat die vorausschauenden Sicherheitssysteme "Predictive Safety Systems" von Bosch am Freitag, 21.01., mit seinem Innovationspreis ausgezeichnet.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Der ADAC hat die vorausschauenden Sicherheitssysteme "Predictive Safety Systems" von Bosch am Freitag, 21.01., mit seinem Innovationspreis ausgezeichnet. Die neuen Fahrerassistenz-Systeme unterstützen den Fahrer in Situationen, in denen eine Kollision droht. Dazu werden die bekannten Bremsregelfunktionen Antiblockiersystem ABS, Elektronisches Stabilitäts-Programm ESP(r) und hydraulischer Bremsassistent mit der Radarsensorik des Adaptive Cruise Control ACC und künftig auch mit der Videosensorik kombiniert.

Der Stuttgarter Automobilzulieferer will die Predictive Safety Systems in drei Stufen auf den Markt bringen. In der ersten Stufe baut das System - für den Fahrer unmerklich - präventiv Bremsdruck auf, legt vorsorglich die Bremsbeläge an die Scheiben an und versetzt den hydraulischen Bremsassistenten in "Alarmbereitschaft", wenn der Radarsensor unfallkritische Situationen ermittelt. Bremst der Fahrer, erhält er eine schnelle Bremsreaktion. Entschärft sich die Verkehrssituation oder bleibt die Bremsung aus, wird die Alarmbereitschaft wieder aufgehoben. Das System geht 2005 in Serie.

Das Predictive Safety System der 2. Generation bereitet im Notfall die Bremsanlage vor und warnt den Fahrer rechtzeitig vor kritischen Verkehrssituationen. Dazu löst das System bspw. einen kurzen, starkenBremsruck aus. Bosch plant die Serieneinführung für 2006. Die dritte Ausbaustufe des Predictive Safety Systems erkennt eine unvermeidbare Kollision mit einem vorausfahrenden Fahrzeug und löst in diesem Fall zusätzlich eine automatische Notbremsung mit maximaler Fahrzeugverzögerung aus. Damit soll die Schwere eines Unfalls reduziert werden, wenn der Fahrer nicht oder nur unzureichend auf die vorausgegangenen Warnungen reagiert hat. Um die Unvermeidbarkeit der Kollision sicher erkennen zu können, müssen weitere Sensoren, beispielsweise Videokameras, die Radarsensorik unterstützen.

Die Predictive Safety Systems sind Teil des CAPS-Konzepts von Bosch. CAPS (Combined Active and Passive Safety Systems) steht für die umfassende Vernetzung von Sensoren und Steuergeräten bereits vorhandener Sicherheits- und Komfortsysteme im Fahrzeug, beispielsweise von ESP(r), ACC und auch Airbag-Steuerung. Daraus ergeben sich neuartige, erweiterte Sicherheitsfunktionen.