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Umfrage Insassenschutz am wichtigsten

| Redakteur: Bernd Otterbach

Für neun von zehn Deutsche ist der Insassenschutz die entscheidende Anforderung ans Auto der Zukunft. Kompromisse zu Gunsten umweltfreundlicherer Fahrzeuge kommen dabei nicht in Frage.

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Das ergab eine repräsentative Befragung der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im Auftrag von AutoScout24. Im Rahmen der Studie „Unser Auto von morgen“ wurden 1.419 Deutsche befragt.

Hohe Sicherheitsanforderungen werden nach Meinung der Konsumenten auch in 25 Jahren Priorität haben. Während 91 Prozent bereits heute von ihrem Automobil größtmögliche Sicherheit erwarten, fordern 93 Prozent vom Auto der Zukunft einen optimalen Insassenschutz. Daneben legen sie besonderen Wert auf ein zuverlässiges Fahrzeug.

Auch wenn Autos in 25 Jahren mehr können als heute und mit komplexeren Funktionen aufwarten, werden Käufer keine höhere Fehleranfälligkeit akzeptieren. 90 Prozent erwarten demnach auch in Zukunft maximale Verlässlichkeit. Das heißt sie werden zum Beispiel weder Motorprobleme noch Rückrufaktionen hinnehmen. Ebenso wichtig: Das Auto von morgen sollte diebstahlsicher sein und Unbefugten den Zutritt verwehren. Dies gaben 86 Prozent der Befragten an.

Dreiviertel brüßen e-Call

In punkto Insassenschutz erhoffen sich viele Autofahrer Innovationen aus der Industrie. Zum Beispiel wollen knapp drei von vier Befragten (71 Prozent), dass Autos künftig bei einem Unfall einen automatischen Notruf mit wichtigen Informationen wie Unfallort, Passagierzahl und Art des Unfalls - den so genannten e-Call - abgeben.

Die Mehrheit (57 Prozent) begrüßt auch die Einführung der Car-to-Car-Kommunikation. „Aktive Sicherheitssysteme, die präventiv in das potenzielle Unfallgeschehen eingreifen, stellen den bedeutendsten Ansatz zur weiteren Senkung der Zahl der Verkehrsopfer in Deutschland und der EU dar. Eine entsprechend große Rolle spielen diese Systeme beim Auto-TÜV der Zukunft“, sagt Bernhard Kerscher, Sprecher der Geschäftsführung der TÜV SÜD Auto Service GmbH.

Umweltschutz darf nicht zulasten der Sicherheit gehen

Nachhaltigkeit spielt zwar für 88 Prozent der Befragten in Zukunft eine wichtige Rolle. Kompromisse bei Sicherheitselementen zugunsten des Umweltschutzes würde aber nur eine absolute Minderheit von zwei Prozent akzeptieren.

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