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TRW Integrierte Sensoren

| Redakteur: Bernd Otterbach

TRW Automotive hat im Lancia Delta sein erstes Bremsensteuergerät zur Elektronischen Stabilitätskontrolle (ESC) mit integrierter Inertialsensoreinheit (Inertial Measurement Unit – IMU) auf den Markt gebracht.

Damit will der US-Zulieferer, Kosten, Gewicht und Komplexität reduzieren. Darüber hinaus stelle das integrierte Design eine skalierbare Lösung dar, falls ein Hersteller seine Modellreihe sowohl mit ABS als auch zusätzlich mit ESC ausstatten möchte, teilte TRW Automotive am Dienstag mit.

Bislang verfügten ESC-Systeme von TRW über eine separate IMU, die Gierrate und Querbeschleunigung in der Fahrzeugmitte misst. Bei dem neuen System sind die Fahrdynamiksensoren in das Bremsenssteuergerät integriert, so dass weniger Elektronikeinheiten im Fahrzeug benötigt werden.

Ein weiterer Ansatz zur Verringerung der Zahl der Steuergeräte im Fahrzeug ist die Integration der Inertialsensoren in die Airbag-Steuereinheit. Beide Lösungen basieren auf Sensor-Komponenten von TRW und seien für verschiedene Fahrzeugarchitekturen und Plattformen geeignet, so der US-Zulieferer weiter. Vor dem Hintergrund gesetzlicher Vorgaben für ESC-Systeme in Nordamerika und Europa will TRW weitere Sensoren auch auf Komponentenebene integrieren.

Schnellere Datenverarbeitung

„Wir verfolgen die Strategie, möglichst viele Sensoren und Steuergeräte zu integrieren, um die Leistung unserer Technologien kontinuierlich zu verbessern und Kosten zu senken“, sagte Martin Thoone, Vice President Global Electronics Engineering von TRW. „Die Integration der Inertialsensoren ist der erste Schritt, um verschiedene Fahrwerks- und Insassenschutzfunktionen miteinander zu kombinieren. Wesentliche Vorteile sind reduziertes Gewicht, verbessertes Packaging und schnellere Datenverarbeitung. Dadurch können eine Vielzahl verschiedener aktiver und passiver Systeme zusammenarbeiten, die letztlich die Fahrzeugsicherheit verbessern.“

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