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MANN+HUMMEL Investitionen von 7,2 Millionen in Sonneberg

| Redakteur: Karin Bayha

Im ersten Quartal 2012 soll er fertig sein, der neue Produktionsbereich bei Mann+Hummel im thüringischen Sonneberg.

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Für rund 3,5 Millionen Euro verlängert das Unternehmen eine bestehende Produktionshalle um zusätzlich 1.100 Quadratmeter Fertigungsareal und baut für rund 400 Produktionsmitarbeiter auf 1.100 Quadratmetern neue Umkleide- und Sanitäreinrichtungen. „Wir haben in Sonneberg einen neuen Auftrag für Saugrohre gewonnen“, erläutert Werkleiterin Stefanie Spanagel. „Die Serienproduktion für einen bedeutenden Kunden startet im nächsten Jahr. Dafür brauchen wir mehr Fläche. Zusätzlich sorgen wir mit der Erweiterung in der gesamten Produktion für bessere Arbeitsbedingungen“, ergänzt Spanagel. Die Gesamtinvestitionen in den Standort belaufen sich 2011 auf rund 7,2 Millionen Euro.

Umsatz verdoppelt

Der Standort Sonneberg hat in den letzten sieben Jahren seinen Umsatz bei gleichbleibender Produktionsfläche verdoppelt und ist 2010 stärker gewachsen als der Konzern, der mit einem Umsatzplus von 30,4 Prozent das beste Jahr seiner Firmengeschichte hatte. „Wir stellen in Sonneberg komplexe Funktionsteile aus Kunststoff für die Automobilindustrie her. Unser Hauptprodukt sind Saugrohre, und darin sind wir führend im Konzern“, so Spanagel. Saugrohre führen dem Verbrennungsmotor die benötigte Luft für die Verbrennung zu und müssen hohen Druck- und Temperaturbelastungen standhalten. Der Luftbedarf des Motors ändert sich, je nach der gewünschten Motorleistung. „Unser Werk ist das Kompetenzzentrum für Saugrohre. Wo auch immer in der Welt Mann+Hummel neue Produktionsstätten für Saugrohre baut – hier in Sonneberg stellen wir die Werkzeuge her und verkaufen sie an unsere Schwestergesellschaften. Die ersten Produktionslinien, die beispielsweise in Tschechien, China, Korea und Indien für die Märkte dort angelaufen sind, sind made in Sonneberg. Darauf sind wir sehr stolz“, unterstreicht Spanagel. Seit 2010 ist das Werk im Sonneberger Stadtteil Köppelsdorf voll ausgelastet. Rund 60 Mitarbeiter werden in den Erweiterungsbau einziehen. Alle Produktionsmitarbeiter werden von der Entspannung der Flächenbelegung profitieren. Zusätzliche Baumaßnahmen sind in den nächsten Jahren geplant.

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