Berylls Automobility Index Investment Autoindustrie: Lohnt sich das noch?

Autor / Redakteur: Jan Burgard, Jan Dannenberg* / Thomas Günnel

Es geht turbulent zu in der globalen Automobilindustrie, viele Entwicklungsthemen finden parallel statt. Die Marktkapitalisierung der Unternehmen zeigt aber: Die Zukunftsaussichten sind besser als vermutet.

Die Marktkapitalisierung der weltweit größten Automobilunternehmen ist zwischen 2011 bis Ende 2020 von 849 auf 2.382 Milliarden Euro gestiegen.
Die Marktkapitalisierung der weltweit größten Automobilunternehmen ist zwischen 2011 bis Ende 2020 von 849 auf 2.382 Milliarden Euro gestiegen.
(Bild: BMW)

Seit Jahren beurteilen viele Investoren ein Investment in die globale Automobilindustrie als eher negativ, egal ob Private Equity oder Kapitalmarkt . Ihre Argumente lassen sich nicht von der Hand weisen: Die Mobilitätsbranche sei zu zyklisch, jede Konjunkturdelle wirke sich überproportional auf den Fahrzeugabsatz und die Umsätze aus; bei hohen Fixkosten in gebundenem Kapital führe das zwangsläufig zu Verlusten. Der permanente Preisdruck der OEMs und der harte Preiskampf am Absatzmarkt ermöglicht nur geringe Renditen.

Hinzu kommt: Die Transformation der Automobilindustrie verschlingt Milliarden an Investitionen und viele Zulieferer zählen aufgrund der hohen Abhängigkeit vom Verbrennungsmotor zu den Verlierern. Darüber hinaus führt die negative öffentliche Wahrnehmung des Individualverkehrs (Verkehrstote, Treibhausgasemissionen, Feinstaubbelastung, Staus) zum Hinterfragen des Potenzials der gesamten Branche; Talente suchen Arbeit in vermeintlich attraktiveren Sektoren.