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Schaeffler Investor gesucht

| Redakteur: Bernd Otterbach

Nach der Übernahme der Continental AG will die Familie Schaeffler laut einem Pressebericht möglicherweise Investoren an ihrer Firma beteiligen. Diese sollten bis zu 25 Prozent der Schaeffler-Anteile erhalten und so die Last aus der Übernahme reduzieren helfen, berichtet die „Süddeutsche Zeitung“ am Freitag unter Berufung auf Finanzkreise. Schaeffler habe diese Informationen jedoch dementiert.

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Schaeffler kam bei der Conti-Übernahme die Finanzkrise dazwischen. Der Marktwert des DAX-Konzerns ist seit der Kaufankündigung im Juli drastisch gefallen. Das Familienunternehmen muss die ihm angebotenen Aktien zu 75 Euro kaufen. An der Börse wurden Conti-Papiere zuletzt zu 38 Euro gehandelt. „Schaeffler hat sich mit der Übernahme der viel größeren Conti übernommen“, zitiert die „SZ“ Finanzkreise. Aus der Schaeffler-Zentrale in Herzogenaurach verlaute dagegen, die Übernahme sei nicht gefährdet.

Banken wollen bessere Konditionen

Zeitungsberichten zufolge drängen sechs Banken um die Royal Bank of Scotland (RBS), die für Schaeffler die Übernahme finanzieren, auf neue Konditionen. Ursprünglich wollten sie einen Teil der Kredite an Investoren und andere Banken weitergeben, diese Syndizierung findet jedoch nicht statt. „Die Struktur, die Konditionen oder die Voraussetzungen für die Finanzierung müssen geändert werden“, zitiert die „SZ“ nun aus dem Kreise des Konsortiums. In Bankenkreisen heißt es der Zeitung zufolge, die Familie suche einen Kapitalgeber. Bis zu 25,1 Prozent an der Schaeffler-Gruppe sollen demnach über Dritte Finanzinvestoren und Staatsfonds angeboten worden sein. Ein Schaeffler-Sprecher sagte dazu: „Da ist nichts dran.“

Eine weitere Möglichkeit für Schaeffler wäre es, die Gummisparte von Conti zu verkaufen und den Erlös zum Schuldenabbau für die gemeinsame Gruppe zu nutzen. In Bankenkreisen heißt es, es werde mit Finanzinvestoren über einen Verkauf der Gummisparte verhandelt. Vor der Übernahme hatten die Franken eine Zerschlagung von Conti jedoch ausgeschlossen.

dpa

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