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Wirtschaft Investorenvertrag zwischen Kuka und Midea

| Redakteur: Jens Scheiner

Die Kuka AG hat mit Midea eine Investorenvereinbarung unterzeichnet, die Midea bis zum Ende des Jahres 2023 vertraglich an weitreichende Zusagen bindet.

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Kuka und Midea haben eine Investorenvereinbarung unterzeichnet. Für Kuka bedeutet das Unterstützung im chinesischen Markt – die Midea zugesagt hat.
Kuka und Midea haben eine Investorenvereinbarung unterzeichnet. Für Kuka bedeutet das Unterstützung im chinesischen Markt – die Midea zugesagt hat.
(Bild: Kuka)

Der Roboterhersteller Kuka und Midea, Hersteller von Heizungs-, Lüftungs-, Klima- und Kältetechnik, haben eine Investorenvereinbarung unterzeichnet. Inhalte sind unter anderem Standort- und Beschäftigungsgarantien, das Bekenntnis zur bestehenden Strategie von Kuka und zur Unabhängigkeit des Vorstands, Vereinbarungen zum Schutz von Geschäftspartner-Daten sowie die Zusage, keinen Beherrschungsvertrag und kein Delisting (Rückzug von der Börse) anzustreben. Nach einer sorgfältigen Prüfung des Angebots kommen der Vorstand und der Aufsichtsrat der Kuka AG zu dem Schluss, dass das Angebot im Sinne des Unternehmens, seiner Aktionäre, Kunden und Mitarbeiter sei. Sie empfehlen den Aktionären daher, das Angebot von Midea über 115 Euro pro Aktie anzunehmen, der gebotene Preis sei angemessen.

Unterstützung in China

Der Vorstandsvorsitzende von Kuka, Dr. Till Reuter, sagte zur Vereinbarung: „Die vereinbarte Laufzeit von 7,5 Jahren geht weit über das übliche Maß hinaus. Sie schützt die Interessen unseres Unternehmens, unserer Geschäftspartner, unserer Mitarbeiter und unserer Aktionäre bis weit ins nächste Jahrzehnt hinein. Wichtig war es uns auch, eine gute Lösung für die Datensicherheit unserer Geschäftspartner zu finden. Das ist uns mit der Abschirmungsvereinbarung, deren Eckpunkte wir bereits verbindlich verhandelt haben, ebenfalls gelungen.“ Die Eckpunkte der Abschirmungsvereinbarung regeln den Umgang mit gewerblichen Schutzrechten, Know-how sowie vertraulichen Daten von Kunden und Lieferanten. Datenbanken, die dies enthalten, sind vor einer Verlagerung an andere Standorte durch Midea und vor dem Zugriff von Midea oder anderer Dritter geschützt.

Midea hat sich verpflichtet, Kuka bei der Ausweitung des Geschäfts in China zu unterstützen, etwa durch zusätzliche Marktzugänge. Weiterhin sieht der Vertrag vor, dass Midea Kuka bei Wachstumsprojekten unterstützt, etwa durch mehr Mitarbeiter im Bereich Forschung & Entwicklung (F&E), einen Ausbau der bestehenden F&E-Standorte und Investitionen in Digitalisierung. Auch eine Kooperation von Kuka und Midea im Logistikbereich sowie die Aufnahme von Geschäftstätigkeiten in der Servicerobotik sind vertraglich vorgesehen.

Entscheidung von Voith steht noch aus

Mit einem Anteil von 25,1 Prozent ist Voith derzeit der größte Kuka-Eigner. Bislang hat der Familien-Konzern noch offen gelassen, ob er das Angebot von 115 Euro pro Aktie annimmt. Allerdings haben die Aktionäre auch noch bis zum 15. Juli Zeit sich zu entscheiden.

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