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Neue Modelle Jeep Renegade: So klein und schon ein Jeep

| Autor / Redakteur: SP-X / Gerd Steiler

Jeep wagt mit dem Renegade den Spagat zwischen der SUV-Kundschaft auf der Suche nach dem Stadtauto und der klassischen Offroad-Klientel.

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Jeep Renegade: Das 4,25 Meter kurze Kompakt-SUV kommt im Oktober zu den Händlern. Die Preise starten bei 19.900 Euro.
Jeep Renegade: Das 4,25 Meter kurze Kompakt-SUV kommt im Oktober zu den Händlern. Die Preise starten bei 19.900 Euro.
(Foto: Jeep)

Jeep-Freunde müssen jetzt ganz stark sein, denn erstens hat es seit dem Ur-Jeep, der gerade 3,30 Meter maß, kein so kleines Modell der Marke gegeben, außerdem wird der neue Renegade als erster Vertreter seiner Marke nicht in den USA, sondern im italienischen Melfi produziert und rollt im Oktober für mindestens 19.900 Euro zu den deutschen Händlern. Das erste Gemeinschaftsprojekt des US-italienischen Konzerns ist zudem auch der erste Jeep, der in drei Varianten nur mit Frontantrieb erhältlich ist. Genug für einen Kulturschock unter den hartgesottenen Jeep-Fans und gleichzeitig ein Aufbruch in ein neues Segment für die Marke.

Mit einer Länge von 4,25 und einer Breite von rund 1,80 Metern gehört der Renegade zu den kompakten SUV, einem der am schnellsten wachsenden Marktsegmente. „Warum sollen wir diesen Markt unseren Mitbewerbern überlassen“, fragten sich die Jeep-Verantwortlichen und entwickelten in einer transatlantischen Gemeinschaftsarbeit den Renegade, dessen Name bei den Hardcore-Fans der Marke durchaus umstritten ist. Schließlich stand der Name einmal für eine V8-Version des Klassikers Wrangler.

Jeep Renegade: Offroad für Einsteiger
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Während in den USA das Design und die Allradtechnik entwickelt wurde, kümmerten sich die italienischen Ingenieure um die Fahrwerkstechnik. Die Plattform des kompakten Jeeps nimmt Anleihen am Fiat 500 L, allerdings wurde die Hinterachse für den sich automatisch zuschaltenden Allradantrieb vollständig neu entwickelt. Produziert wird der Renegade im italienischen Melfi, wo auch der Punto vom Band rollt.

Ein echter Jeep

Trotz seiner kompakten Abmessungen ist der Renegade auf den ersten Blick als Jeep-Familienmitglied zu erkennen. Die unverzichtbaren sieben Schlitze in der Frontmaske gehören ebenso dazu wie die Rundscheinwerfer, die an den Urahn aller Jeeps erinnern. Das gesamte Design transportiert die traditionellen Markenwerte, nur eben in einem kleineren Maßstab. Das setzt sich im Innenraum fort, in dem die Designer ein angenehmes Ambiente entwickelten, zumindest wenn man die höherwertige Ausstattungsversionen wählt. Zweckmäßige Details wie der Haltegriff für den Beifahrer unterstreichen den Jeep-Charakter. Leider fehlt es allerdings an Ablagemöglichkeiten. Trotz seiner kompakten Abmessungen reicht der dank der Wagenhöhe großzügige Innenraum, um vier Personen komfortabel zu transportieren. Der Fahrer schätzt unterdessen die hohe Sitzposition und die logisch angeordneten Bedienelemente, die zum Teil aus der Cherokee-Baureihe übernommen wurden. Die Armaturentafel wird von dem bis zu 17,8 Zentimeter messenden Bildschirm für das serienmäßige Uconnect-System dominiert.

Sechs Motorisierungen in Europa

In Europa kommt der Renegade mit sechs Motorvarianten auf den Markt. Mit 125 kW/168 PS ist der 1,4-Liter-Fire-Motor aus dem Fiat-Regal die stärkste Wahl bei den Benzinern. Ein 1,4-Liter mit 103 kW/140 PS sowie ein 81 kW/110 PS-starker 1,6-Liter runden das Benzin-Angebot ab. Daneben sorgen ein Zweiliter-Turbodiesel mit 103 kW/140 PS oder 125 kW/170 PS für Vortrieb. Ein Turbodiesel mit 1,6-Liter mit 88 kW/120 PS bildet die Basis beim Dieselangebot.

Gut abgestimmtes Fahrwerk

Auf der Straße zeigt sich der Renegade von seiner unaufgeregten Seite. Dank der guten Dämmung kommen die Motorgeräusche in annehmbarem Maße im Innenraum an. Der immerhin 1,5 Tonnen wiegende Kompakt-SUV lässt sich auch vom Basis-Diesel durchaus zügig über Landstraßen bewegen. Dank der hohen Sitzposition genießt der Chauffeur die gute Rundumsicht, und auch auf kurvigen und schlechten Straßen sorgt das gut abgestimmte Fahrwerk für eine angenehme Fahrt, wozu das leichtgängig schaltende Sechsganggetriebe beiträgt. Daneben steht erstmals in diesem Segment eine Neungang-Automatik zur Wahl. Bei gelassener Fahrweise steht am Ende ein Verbrauch von rund sieben Litern im Display.

Vier Ausstattungsvarianten

Jeep bietet den Renegade in vier Ausstattungsvarianten an, wobei die Basisversion Sport unter anderem eine Klimmanlage bietet. Longitude und Limited sind die nächst höheren Varianten, und an der Spitze steht die besonders für Geländefahrten ausgerüstete Version Trailhawk. Die Allradversionen besitzen die aus den größeren Modellen bekannte Geländeautomatik Selec Terrain, bei der zwischen den Einstellungen „Auto“, „Snow“, „Sand + Mud“ und „Rock“ gewählt werden kann. Die Version Trailhawk ermöglicht auch die Passage von besonders anspruchsvollen Geländeformen.

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