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Keiper Jobs bis 2015 gesichert

| Autor / Redakteur: dpa/AI / Bernd Otterbach

Die 2.300 Arbeitsplätze beim Automobilzulieferer Keiper in Deutschland sind weitgehend gesichert. Geschäftsführung und IG-Metall einigten sich nach wochenlangen Verhandlungen.

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In einem neuen Tarifvertrag sichert das Unternehmen den Erhalt der Standorte in Kaiserslautern und Rockenhausen sowie in Remscheid zu. Zudem verzichtet der Arbeitgeber auf betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2015. Das teilte Keiper am Mittwoch in Kaiserslautern mit.

Der Tarifvertrag tritt in Kraft, sobald die geplante Übernahme von Keiper durch das US-Unternehmen Johnson Controls rechtswirksam wird. Diese muss noch vom Kartellamt genehmigt werden. In dem jetzt geschlossenen Tarifvertrag behält sich Keiper vor, bis zu 100 Stellen im Verwaltungsbereich abzubauen. Das Unternehmen hat sich allerdings verpflichtet, dies sozialverträglich abzufedern.

„Unserem Eigentümer Martin Putsch war es ein persönliches Anliegen, den Mitarbeitern soweit wie möglich ihre Angst vor der neuen Zukunft zu nehmen,“ sagte Elmar Deegener, Vorsitzender der Geschäftsführung von Keiper. „Die von ihm in den Kaufvertrag eingebrachte Klausel, die sofortige Verhandlungen zur Beschäftigungssicherung festschrieb, hat den Weg für den jetzt geschlossenen Tarifvertrag geöffnet.“

Insgesamt will Johnson Controls weltweit 13 Standorte mit 4.750 Mitarbeitern übernehmen, davon 2.300 bei Keiper in Deutschland. Keiper gehört bislang zur Putsch-Holding und stellt Komponenten für Autositze sowie komplette Nutzfahrzeugsitze her.

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