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Rheine/Osnabrück Karmann entlässt 1.800 Mitarbeiter

| Redakteur: Frank Henkhus

Der Auftragshersteller Karmann hat Stellenstreichungen in Rheine und Osnabrück angekündigt. In Rheine sollen 900 der 1.000 Arbeitsplätze wegfallen, in Osnabrück 870 Stellen.

Das Traditionsunternehmen schließt mittlerweile auch eine Aufgabe des Fahrzeugbaus nicht mehr aus. Als Grund für den Stellenabbau nennt Karmann den Wegfall von Aufträgen im Komplettfahrzeugbau. Der Cabrio-Spezialist beginnt mit dem Abbau von Arbeitsplätzen im westfälischen Rheine in der zweiten Jahreshälfte 2008 und will ihn bis Ende des dritten Quartals abgeschlossen haben. Bis dahin sei das Werk mit der Produktion für den Audi A 4 ausgelastet, so Karmann. Anschließend werde der Fahrzeugbau in Rheine eingestellt.

Das Unternehmen kündigt allerdings an, den Standort nicht aufgeben zu wollen und dort weiterhin Dachsysteme zu produzieren. Außerdem wolle man die Produktionsstrukturen soweit erhalten, dass etwaige neue Aufträge angenommen werden könnten.

Deadline 1. Juli 2008

Ob Karmann den Fahrzeugbau auch am Stammsitz in Osnabrück aufgibt, macht das Unternehmen von neuen Aufträgen abhängig und nennt als möglichen Einstellungstermin das übernächste Jahr: „Wenn es nicht es gelingt, bis zum 1. Juli 2008 einen Nachfolgeauftrag für die Produktion zu gewinnen, ist eine Schließung des Bereichs Fahrzeugbau im Jahr 2009 nicht auszuschließen“, heißt es. In Osnabrück beschäftigt der Auftragsfertiger derzeit rund 4.000 Mitarbeiter, 2000 von ihnen im Fahrzeugbau.

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