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Neues Segment Karmann-Studie

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Der Cabriobauer Karmann hat am Dienstag auf der IAA eine neue Kombination aus Gelände- und offenem Sportwagen vorgestellt.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Der Cabriobauer Karmann hat am Dienstag auf der IAA eine neue Kombination aus Gelände- und offenem Sportwagen vorgestellt. Das gemeinsam mit dem Getriebehersteller ZF Friedrichshafen entwickelte port Utility Cabrio (SUC) soll eine neues Fahrzeugsegment begründen. Dabei sollen die Fahreigenschaften einer Limousine mit dem Stauraum eines Klein-Lieferwagens und dem Platzangebot eines Vans verbunden werden.

Das Konzeptfahrzeug solle ein neues Fahrzeugsegment begründen, hieß es. Die Cabriospezialisten aus Osnabrück setzten dem geräumigen Geländewagen ein Stoffverdeck mit Ausstelldach auf und kombinieren es mit einer separaten Glas-Heckscheibe. ZF Friedrichshafen steuerte das Fahrwerk bei. "Mit dem SUC zeigen wir, was wir können. Natürlich sind die einzelnen Elemente auch auf andere Fahrzeugkonzepte übertragbar", sagt Ronald Wellmann, bei Karmann zuständiger Projektleiter SUC.

Technische Highlights: gegenläufig zu öffnenden Türen mit neuartigen Dichtungen, die vollständig in der Hecktür versenkbare Scheibe, der große Öffnungswinkel der Seitentüren von 90 Grad und horizontal verschiebbare Türgriffe. Die Besonderheit ist die Verdeck- und Laderaum-Konzeption, denn das Stoffverdeck überspannt vier Sitzplätze. Die Heckscheibe ist nicht in das Stoffverdeck integriert, so dass sich bei offenem Dach eine günstige Beladesituation ergibt. Für das Sport Utility Cabrio sieht Karmann das größte Absatzpotenzial in Westeuropa und in den USA, wobei die USA auf Grund der Größe des Gesamtmarktes und der starken Verbreitung von SUV die besten Aussichten böte.

Einer Studie zufolge könnte sich der Absatz über alle Marken zwischen 2009 und 2015 auf jährlich bis zu 180.000 Einheiten summieren. Das Potenzial über den gesamten Lebenszyklus des Sport Utility Cabrios belaufe sich nach Meinung Karmanns auf etwa 900.000 Fahrzeuge.