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Neuauflage Mercedes-Benz SLK Kein Platz für Direkteinspritzer

| Redakteur: Wilhelm Mißler

Der Mercedes-Benz-Roadster SLK startet - wie schon der größere Bruder SL - ohne den im Konzern verfügbaren 3,5 l-V6-Motor mit Direkteinspritzung.

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Grund: Für den Betrieb im Schichtlademodus ist ein DeNox-Katalysator von etwa vier Liter Speichervolumen erforderlich. Der aber ist im Package des SLK (und SL) nicht unterzubringen. Im stöchiometrischen Betrieb ist dagegen der Verbrauchsvorteil gegenüber dem Saugmotor nicht mehr hoch genug, um die Zusatzkosten der Direkteinspritzung zu rechtfertigen. Die Stuttgarter Motorentechniker haben deshalb den bekannten V6 zum „Sportmotor mit Hochdrehzahlkonzept“ (Pressetext) weiterentwickelt. Nach Herstellerangaben stehen dadurch 33 PS mehr zur Verfügung, bei einem Minderverbrauch von 1,1 Liter pro 100 km.

Weniger Durst

Auch die anderen Motoren wurden überarbeitet und sollen nun mit weniger Kraftstoff auskommen. Der 1,8 l-Vierzylinder-Kompressormotor leistet jetzt 184 PS (plus 21 PS) und verbraucht mit 7,7 Liter pro 100 km 1,0 Liter weniger. Der 3.0 l-V6 im SLK 280 konsumiert bei beibehaltener Leistung von 231 PS 0,4 Liter pro 100 km weniger.

Anders als im neuen C 63 mit 6,3 l-V8-Motor (457 PS) kommt im überarbeiteten SLK 55 AMG das bisherige 5,5 l-V8-Triebwerk mit 360 PS zum Einsatz.

Neue Direktlenkung

Besonders stolz sind die Mercedes-Techniker auf ihre neue „Direktlenkung“. Im Kern besteht sie lediglich aus einer neuen Zahnstange mit einer durchaus raffinierten Verzahnung. Sie sorgt dafür, dass sich die Übersetzung des Lenkgetriebes in Abhängigkeit vom Lenkeinschlag ändert. Rund um die Mittellage ist die Lenkung indirekt übersetzt und sorgt so für stabilen Geradeauslauf. Ab fünf Grad Lenkeinschlag wächst die Übersetzung sehr schnell, die Lenkung wird spürbar direkter. Die Zahl der Lenkradumdrehungen von Anschlag zu Anschlag reduziert sich so um 25 Prozent.

Ab April beim Händler

Von der ersten Generation des Sportwagens (ab 1996) hat Mercedes-Benz eigenen Angaben zufolge rund 310.000 Einheiten abgesetzt, von der seit März 2004 erhältlichen zweiten Generation etwa 185.000 Einheiten.

Der überarbeitete SLK ist in Europa ab 5. April im Handel; Japan und USA folgen Ende Mai.

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