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Automobilhersteller Keine neuen chemischen Kältemittel

| Redakteur: Christoph Baeuchle

Die deutschen Automobilhersteller wollen die Entwicklung neuer chemischer Kältemittel für Klimaanlagen nicht weiter vorantreiben. Laut VDA (Verband der Autoindustrie) habe sich die

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Die deutschen Automobilhersteller wollen die Entwicklung neuer chemischer Kältemittel für Klimaanlagen nicht weiter vorantreiben. Laut VDA (Verband der Autoindustrie) habe sich die Automobilindustrie mit ihrer Entscheidung vom vergangenen Dienstag, 31.07., noch nicht auf CO2 als einziges Kältemittel für Autoklimaanlagen festgelegt, jedoch wolle man die Entwicklung in diese Richtung vorantreiben.

Richtungsweisende Entscheidung

Hintergrund dieser richtungsweisenden Entscheidung ist eine EU-Richtlinie: Ab dem 1. Januar 2011 dürfen Kältemittel in Autoklimaanlagen die Atmosphäre „nur noch“ 150 mal stärker aufheizen als CO2. Auf Basis dieser Regelung kamen bislang neben CO2 verschiedene chemische Flüssigkeiten als Ersatzstoff für das das derzeit in Autoklimaanlagen verwendete Kältemittel R 134a in Frage. Damit ist jetzt Schluß.

Umwelthilfe jubelt

Die Deutsche Umwelthilfe begrüßte den VDA-Beschluss: „Die jetzige Entscheidung beendet lange Debatten in Deutschland um die Frage, welche Klimasysteme gewählt werden sollten, um einer EU-Richtlinie zu entsprechen, die ab 2011 klimawirksame Kältemittel in neuen Fahrzeugen verbietet.“ Es sei bedauerlich, dass chemische Stoffgemische noch immer von anderen europäischen Automobilherstellern in Erwägung gezogen würden. Laut VDA sind chemische Kältemittel zwischen 150- und 1.000-fach klimaschädlicher als der Einsatz von CO2 in Auto-Klimaanlagen.

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