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Powertrain Kia segelt dank neuartiger elektronischer Kupplung

Autor / Redakteur: Holger Holzer/SP-X / Sven Prawitz

Kia vereinfacht das Segeln bei handgeschalteten Autos. Dafür setzt der Hersteller eine elektronische Kupplung ein.

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Kia hat ein neues intelligentes Schaltgetriebe eingeführt: eine elektronische Kupplung soll automatisches Segeln ermöglichen.
Kia hat ein neues intelligentes Schaltgetriebe eingeführt: eine elektronische Kupplung soll automatisches Segeln ermöglichen.
(Bild: Kia)

Wer mit dem Handschaltgetriebe segeln will, muss mit dem Fuß arbeiten. Ganz ohne Tritt auf die Kupplung schaltet hingegen nun eine neue Schaltbox von Kia in einen sogenannten „Coasting“-Modus und stoppt kurzzeitig den Spritverbrauch. Premiere feiert die Technik in der Mildhybridausführung des Kompaktautos Ceed, Ende des Jahres steht sie auch für den Kleinwagen Rio zur Verfügung.

Kombination mit 48-Volt-Technik

Vergleich des neuen Kupplungsystems mit einem konventionellen von Kia.
Vergleich des neuen Kupplungsystems mit einem konventionellen von Kia.
(Bild: Kia)

Das intelligente Schaltgetriebe („iMT“) kombiniert laut Kia branchenweit erstmals ein Getriebe mit elektronisch gesteuerter Kupplung mit einem 48-Volt-Startergenerator. Letzterer macht ausgedehntere Segelphasen („Coasting“) mit abgeschaltetem Verbrennungsmotor möglich, da der Neustart kraftvoller und bei höheren Geschwindigkeiten funktioniert als beim klassischen 12-Volt-Starter. Durch das Stoppen des Benziners beziehungsweise Diesels beim Ausrollen an der Ampel sowie bei gleichmäßig gefahrenen Etappen bis Tempo 125 soll die Technik beim Spritsparen helfen. Kia spricht von drei Prozent Minderverbrauch im Alltagsverkehr.

Über die Bedienung muss sich der Fahrer keine Gedanken machen. Dank der automatisierten Kupplung geht das Auto eigenständig ins Segeln über. Die elektronische Steuerung soll zudem weitere Vorteile bieten, etwa eine bessere Dosierbarkeit und Kontrolle.

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