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Neue Modelle Kia Sorento: Ein bisschen Premium

| Redakteur: Andreas Wehner

Kias großes SUV wird zum Markenflaggschiff. Mit einem hochwertigen Innenraum und vielen technischen Highlights soll der Sorento auch gegenüber der Premium-Konkurrenz punkten.

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Der Kia Sorento soll helfen, das Markenprofil der Koreaner zu schärfen.
Der Kia Sorento soll helfen, das Markenprofil der Koreaner zu schärfen.
(Foto: Kia)

Als Kia 2002 den Sorento in Europa an den Start brachte, war das Angebot an größeren SUV noch überschaubar. Die erste Generation überzeugte viele Kunden mit einem günstigen Preis, Offroad-Qualitäten und einer hohen Anhängelast. Somit erarbeitete sich der Sorento einen guten Ruf als braves Arbeitstier.

Bereits mit der zweiten Generation entwickelte sich das Modell stärker zu einem komfortablen Straßenauto, das vermehrt eine urbane Kundschaft ansprach. Ab Mitte März steht nun die dritte Generation des SUV bei den Händlern, das mit technischen Highlights und viel Komfort die Rolle als Flaggschiff der Marke übernehmen soll.

Kia Sorento: Ein bisschen Premium
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In Deutschland hat Kia seit 2002 rund 60.000 Einheiten des Sorento verkauft. In diesem Jahr sollen weitere 4.500 dazu kommen. Europaweit plant der Autobauer laut Michael Cole, COO bei Kia Motors Europe, mit 14.000 bis 15.000 Einheiten. „Der Sorento ist kein Volumenmodell für uns in Europa. Aber er spielt eine wichtige Rolle dabei, unser Markenprofil zu schärfen“, sagte Cole im Gespräch mit dem »AI«-Schwestermagazin »kfz-betrieb«.

Die Kia-Verantwortlichen erwarten in den nächsten Jahren ein deutliches Wachstum im Segment der D- und E-SUVs – der Sorento ist laut Kia dazwischen positioniert. Der koreanische Hersteller geht davon aus, dass der Marktanteil von SUVs dieser Größe in Europa von derzeit etwa 4 Prozent bis 2018 auf 4,7 Prozent ansteigen wird. An diesem wachsenden Markt, der jedoch von den Premiumherstellern dominiert wird, will Kia mit dem Sorento teilhaben.

Hochwertiger Innenraum

Und so orientieren sich die Koreaner in Sachen Ausstattung, Optik und Haptik stärker in Richtung Premium. Das ist vor allem beim Interieur deutlich spürbar, das unter der Leitung des europäischen Kia-Designteams in Frankfurt entwickelt wurde. Das Cockpit ist übersichtlich strukturiert und überzeugt nicht nur durch ein klares Design, sondern auch durch hochwertige Materialien. Soft-Touch-Kunstoffe, Metalleinfassungen und Leder sorgen für ein luxuriöses Ambiente. Dominiert wird der Innenraum von einem großen Display in der Mittelkonsole. Sieben Zoll sind hier Standard, acht Zoll als Option zusammen mit einer hochwertigen Infinity-Audio-Anlage bestellbar.

Aber auch sonst legt der neue Sorento die Messlatte in vielerlei Hinsicht höher als der Vorgänger. So bietet das SUV in der neuen Generation deutlich mehr Platz. Den Radstand haben die Entwickler um 8 Zentimeter auf 2,78 Meter gestreckt, die Gesamtlänge wuchs gar um 9,5 Zentimeter auf auf 4,78 Meter. Die Folge: mehr Beinfreiheit. Und trotz der um 1,5 Zentimeter gesenkten Dachlinie haben die Koreaner nach eigenen Angaben die Kopffreiheit dank neu strukturierter Sitzkissen auf allen Plätzen erhöht.

Auch wenn wir das nicht nachmessen konnten: Gefühlt bietet der Sorento tatsächlich jede Menge Platz auch in der zweiten Reihe. Dabei können die Fondsitze geteilt in Längsrichtung verschoben werden. Das ist vor allem dann interessant, wenn man sich – gegen Aufpreis – eine dritte Reihe bestellt und den Sorento zum Siebensitzer macht.

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