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Elektromobilität Kia Soul EV: Stromer mit Charakter

| Autor / Redakteur: SP-X / Christian Otto

Der kantige Kia Soul bekommt eine elektrische Variante. Sowohl mit seiner ungewöhnlichen Optik als auch mit inneren Werten will der Stromer seine Wettbewerber ausstechen.

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Die elektrische Variante des Kia Soul kommt im November zum Preis von mindestens 30.790 Euro auf den Markt.
Die elektrische Variante des Kia Soul kommt im November zum Preis von mindestens 30.790 Euro auf den Markt.
(Foto: Kia)

Die elektrische Variante des Kia Soul kommt im November zum Preis von mindestens 30.790 Euro auf den Markt. Damit liegt der 81 kW/110 PS starke, zwischen Kleinwagen und SUV angesiedelte Crossover preislich im Mittelfeld der E-Auto-Konkurrenz: Der Nissan Leaf ist etwas günstiger, VW E-Golf und BMW i3 deutlich teurer.

212 Kilometer Reichweite

Mit einer theoretischen Maximalreichweite von 212 Kilometern hat der koreanische Strom-Kasten seiner Konkurrenz zumindest auf dem Papier einige Kilometer voraus. Der Akku des neuen Elektroautos wartet mit einer besonders hohen Energiedichte auf. Üppige 27 kWh Strom speichert die Batterie des Soul, mehr als die der Wettbewerber. Kia gibt den Normverbrauch mit 14,7 kWh je 100 Kilometer an. Damit liegt er etwas oberhalb von E-Golf und i3 und etwas unter dem Leaf. Wie bei den Wettbewerbern entscheidet über die erfahrbare Reichweite der Wille des Fahrers, besonders vorsichtig und mit hoher Rekuperationsrate zu fahren.

Zwei Rekuperationsstufen

Nutzt man die Stellung „B“ des Getriebes bremst der Soul EV bei jedem Gaswegnehmen stark ab und führt die so per Generator erzeugte Energie in die Batterie zurück. Bleibt man in Automatikstufe „D“ wird weniger gebremst und entsprechend kleiner fällt der Umkehrschub in den Speicher aus. Über die Vergabe von Ökopunkten motiviert der 4,14 Meter lange Koreaner den Fahrer, besonders ressourcenschonend zu fahren. Wer das Sprintvermögen ausloten will, verbraucht natürlich mehr Energie und ist in 11,2 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h. Maximal sind 145 km/h drin – allerdings ein Geschwindigkeitsbereich in dem ein Auto dieser Gattung wohl nicht so häufig bewegt wird.

Gute Grundausstattung

Zum Laden offeriert Kia unterschiedliche Optionen. Ganz profan funktioniert die Haushaltssteckdose mit 230 Volt. Hier verkabelt dauert es zehn bis 14 Stunden, bis die Batterie wieder ganz voll ist. In fünf Stunden schafft man die gleiche Prozedur an einer 380-Volt-Steckdose. Schnellladestationen mit 100 kW bringen in 25 Minuten 80 Prozent der möglichen Energie in den Speicher. Von Klimaanlage über Navi bis zur Rückfahrkamera ist ab Werk schon alles an Bord. Um den umweltfreundlichen Charakter des Crossover zu bekräftigen, bestehen Teile des Interieurs und der Verkleidung zum Teil aus Recycling-Materialien wie Kunst-, Schaumstoffen oder Filz. Ein Komfortpaket für 990 Euro beinhaltet Sitzbezüge in Teilleder, Sitzbelüftung vorn, Sitzheizung hinten und Parksensoren. Die Zweifarblackierung mit hellem Dach betont die bekannt originelle Form des Soul.

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