Suchen

Gespräche mit Betriebsrat Knorr-Bremse will Produktivität steigern

| Redakteur:

Der Lastwagen- und Bahnzulieferer Knorr-Bremse will über Produktivitätssteigerungen den Umsatzrückgängen im deutschen Bahngeschäft entgegensteuern.

( Archiv: Vogel Business Media )

Der Lastwagen- und Bahnzulieferer Knorr-Bremse will über Produktivitätssteigerungen den Umsatzrückgängen im deutschen Bahngeschäft entgegensteuern. Dazu seien unterschiedliche Maßnahmen im Gespräch, die derzeit mit dem Betriebsrat verhandelt würden, sagte eineUnternehmenssprecherin am Mittwoch, 07.12., in München, ohne Details zu nennen.

"Das Bahngeschäft in Deutschland ist sehr rückläufig seit einigen Jahren, es gibt sehr starke Umsatzausfälle." Der "Münchner Merkur" hatte berichtet, Knorr-Bremse plane massive Einsparungen bei seinen Mitarbeitern. Die Unternehmensleitung verlange von der Belegschaft mindestens zwei Stunden Mehrarbeit pro Woche ohne Lohnausgleich.

Es sei auch im Gespräch, Teile des Urlaubs auszuzahlen, um so die "Mitarbeitereffizienz" zu erhöhen, hieß es in dem Bericht. In Belegschaftskreisen wurden entsprechende Überlegungen bestätigt. Derzeit gelte bei Knorr-Bremse eine Wochenarbeitszeit von 40 Stunden. Auch Einschränkungen der Gleitzeit seien im Gespräch. In der Vergangenheit habe das Unternehmen immer wieder versucht, die Mitarbeiter "gefügig zu machen" und dabei auch einen möglichen Stellenabbau ins Gespräch gebracht.

Die Unternehmenssprecherin erklärte dagegen, es gehe nicht um Einsparungen, sondern um Produktivitätserhöhungen. Die Belegschaft solle an diesem Donnerstag auf einer Betriebsversammlung informiert werden. Knorr-Bremse hat weltweit über 12.000 Beschäftigte, davon rund 3.000 an vier Standorten in Deutschland.