Studie des ZSW Kommentar: Elektrisch in die Klimakatastrophe

Autor / Redakteur: Peter Schwerdtmann* / Thomas Günnel

Weltweit gab es im Jahr 2020 knapp elf Millionen E-Autos. Dem Klima bringt das nichts, angesichts von mehr als 1,4 Milliarden Verbrennern.

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Peter Schwerdtmann ist Senior Editor bei der Nachrichtenagentur Ampnet.
Peter Schwerdtmann ist Senior Editor bei der Nachrichtenagentur Ampnet.
(Bild: Ampnet)

Das gibt Fleißkärtchen für das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW). Diese Studie über die Entwicklung des Elektroautos mit Fahrbatterie gibt Anlass zu Optimismus. Beim Lesen springt einem der Optimismus der Autoren dieses Marktüberblicks geradezu an. Toll, wie sich die Märkte entwickeln. Beeindruckend, wie schnell die deutsche Automobilindustrie sich wieder an die Spitze vorarbeitet.

Aber leider ist es mit dem Klima wie mit dem Corona-Virus: Beiden ist es völlig egal, was wir denken. Das Klima lässt uns ja, wie immer wieder glaubhaft und nachdrücklich versichert wird, keine Zeit. Wir brauchen eine schnelle, weltweite und gründliche Reduzierung – besser Beseitigung – der Kohlendioxidemissionen aus dem Verkehr zu Lande, zu Wasser und in der Luft.

Also können wir uns weiterhin über das schnelle Wachstum der batteriebetriebenen Antriebssysteme freuen. Die urbanen Regionen unserer Zukunft werden den leisen und schadstofffreien Verkehr erleben. Doch dem Klima wird das so egal sein, wie ein Maskenverweigerer dem Virus.

Der Bestand belastet die Umwelt

10,9 Millionen batterieelektrischen Fahrzeuge weltweit – damit ist klar: Das Klima wird sie alle ignorieren, wenn auch der Zuwachs noch so groß sein mag. Die mehr als 1,4 Milliarden Fahrzeuge weltweit im Bestand, fast alle mit Otto- oder Dieselkraftstoff, beeindrucken das Klima. Das ZSW malt mit diesen aktuellen Zahlen ein Szenario für die Reichen, die mit Hochvoltantrieben und Hochgefühl in die Klimakatastrophe rasen.

*Peter Schwerdtmann ist Senior Editor bei der Nachrichtenagentur Ampnet

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