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IAA 2013 Komplexe Filtermodule aus Druckguss

| Redakteur: Thomas Günnel

Der Filterspezialist Hengst Automotive zeigte auf der IAA sein Portfolio an Filtersystemen und komplexen Modulsystemen. Dabei ging es dem Hersteller auch um das Know-how in der Herstellung.

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Hengst Automotive auf der IAA 2013: Im Mittelpunkt standen Modulkonzepte und Herstellverfahren.
Hengst Automotive auf der IAA 2013: Im Mittelpunkt standen Modulkonzepte und Herstellverfahren.
(Foto: Hengst Automotive)

Modulsysteme liegen im Trend. Dabei werden dezentrale Systemkomponenten in kompakten Modulen für alle Motorenklassen mit hoher Funktionsdichte zusammengeführt. Für Opel entwickelte Hengst deshalb unter anderem das Multifunktionsmodul für den neuen 1,6-SIDI-Turbomotor im Opel Cascada. In das eigengefertigte Aluminium-Druckgussgehäuse sind auf minimalem Bauraum mehrere Funktionen integriert: Der Kühlmittelkreislauf wird im Zusammenspiel von Wasserpumpe und elektrisch geregeltem Kennfeldthermostat versorgt. Ein hocheffizienter Öl-/Wasserwärmetauscher gleicht permanent den Wärmehaushalt des Motoröls aus. Zudem versorgt das Multifunktionsmodul über Schnellsteck-Anschlüsse den Turbolader mit Öl und Kühlmittel. Exemplarisch für das Herstellungs-Know-how steht das Ölfiltersystem für den Modularen Dieselbaukasten (MDB) des Volkswagen-Konzerns. Das Filtersystem vereint Ölfiltration und -kühlung auf engem Raum. Die Herstellung erfolgte mittels eines neuartigen Druckguss-Prozesses (Freiformguss). Das Gehäuse ließ sich so einteilig herstellen, ohne Verwendung von nachträglich angeflanschten Rohren oder Schläuchen. Einen weiteren Schritt hin zu kostengünstigeren und leichteren Bauteilen sieht Ingo Brunsmann, Mitglied der Geschäftsführung, in geringeren Wandstärken, und noch höheren Funktionsdichten.

Lebensdauerfestes Filtergehäuse

Mit der Einführung des Energetic-Systems hat Hengst nach eigenen Angaben hinsichtlich Abfallvermeidung und Ressourcenschonung Zeichen gesetzt. Da das Filtergehäuse lebensdauerfest am Motor verbleibt und lediglich das Filtermedium bei Bedarf erneuert wird, lassen sich Abfallvolumina um bis zu 80 Prozent reduzieren. Hochgerechnet auf den weltweiten Verbrauch von jährlich zwei Milliarden Anschraubfiltern, entspricht dies einem Einsparpotenzial von 500.000 Tonnen Stahl und 46.000 m³ Restöl.

Über Hengst Automotive

Hengst Automotive erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2012 mit rund 3.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 382 Millionen Euro. Das Unternehmen verfügt über neun Standorte in Europa, Nord- und Südamerika sowie Asien. Auch Forschung und Entwicklung sind weltweit an Entwicklungszentren in Europa, Asien und Nordamerika mit zusammen über 200 Mitarbeitern angesiedelt. Daraus resultieren langjährige Partnerschaften mit nahezu allen führenden Automobilherstellern und zahlreiche Serienprojekte.

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