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Werkstoffe Komplexe Formbauteile in Großserie herstellen

| Redakteur: Wolfgang Sievernich

Evonik hat ein Verfahren entwickelt, das die Fertigung komplexer Formbauteile in Großserie ermöglicht. Verglichen mit herkömmlichen Verfahren mit einer Harzinjektion ist es 60 Prozent günstiger.

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Das Pulpress-Verfahren von Evonik soll die Produktion komplexer Formteile in Großserien ermöglichen.
Das Pulpress-Verfahren von Evonik soll die Produktion komplexer Formteile in Großserien ermöglichen.
(Bild: Evonik)

Das Chemieunternehmen Evonik hat ein Verfahren entwickelt, das den Einsatz komplexer Formbauteile in einer großserientauglichen Produktion ermöglichen soll. Das sogenannte Pulpress-Verfahren kombiniert die Fertigungstechniken Pressen und Strangziehen. Rohstoff für die Formteile ist der formstabile und temperaturbeständige Hochleistungsstrukturschaum Rohacell. In der Produktion wird der Schaumstoffkern aus Rohacell von Fasern umflochten, die anschließend mit Harz imprägniert werden. Das Bauteil wird dann unter hoher Temperatur und Druck in die Form gepresst. Dabei sollen sich auch komplexe Geometrien umsetzen oder Einsätze für Gewinde und Armaturen integrieren lassen. Verglichen mit herkömmlichen Stahlstrukturen sollen Bauteile im Pulpress-Verfahren 75 Prozent leichter sein. Das Unternehmen verspricht darüber hinaus einen Kostenvorteil von 60 Prozent – gegenüber Verfahren mit einer Harzinjektion.

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