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Rohstoffe Kongo will Kobalt nachhaltiger abbauen

| Autor / Redakteur: dpa / Thomas Günnel

Kobalt ist ein wichtiger Rohstoff für Elektrofahrzeuge – aber er wird oft von Kindern und unter fragwürdigen Bedingungen abgebaut. Die Republik Kongo will das jetzt ändern.

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Die Republik Kongo will den Rohstoff Kobalt nachhaltiger und „unter würdigen Bedingungen“ abbauen.
Die Republik Kongo will den Rohstoff Kobalt nachhaltiger und „unter würdigen Bedingungen“ abbauen.
(Bild: BMW)

Der Abbau des für die Elektromobilität wichtigen Kobalts im Kongo soll nachhaltiger werden. Dazu weitet das zentralafrikanische Land ein Zertifizierungssystem auf den Rohstoff aus, das Kinderarbeit, schlechte Arbeitsbedingungen und Umweltschäden eindämmen soll. Bis Jahresende sollen zehn Betriebe nach den neuen Anforderungen geprüft werden, darunter eine Kobaltmine. Das teilte die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in Hannover am Dienstag (16. Juni) mit. Die BGR habe das Bergbauministerium im Kongo in dem Prozess beraten.

„Nur unter würdigen Bedingungen abbauen“

Der kongolesische Bergbauminister Willy Kitobo sagte der Deutschen Presse-Agentur, man wolle erreichen, dass der Abbau von Rohstoffen die kongolesische Gesellschaft nicht mehr zerstöre. Das Ministerium habe auf die Einbeziehung von Kobaltminen bestanden, weil Berichte bestätigten, dass es dort viel Kinderarbeit gebe. „Wir wollen, dass nur unter würdigen Bedingungen abgebaute Mineralien zertifiziert und im Namen Kongos ins Ausland verkauft werden“, sagte Kitobo.

Dem BGR-Projektgeologen Sebastian Vetter zufolge könnte die Zertifizierung den Druck auf internationale Akteure verringern, sich aus dem Kleinbergbausektor im Kongo zurückzuziehen. Der Kleinbergbau ist den Angaben zufolge bisher oft mit prekären Arbeitsbedingungen, Kinderarbeit, der Finanzierung von militärischen Konflikten und großen Umweltrisiken verbunden. Im Kongo, wo bis zu eine Million Kleinbergleute unter anderem Kobalt, Tantal, Zinn, Gold und Diamanten förderten, werde das besonders deutlich. Für die sogenannten Konfliktminerale Zinn, Tantal, Wolfram und Gold gelte das Zertifizierungssystem im Kongo bereits.

Kobalt ist der BGR zufolge ein wesentlicher Rohstoff für die Herstellung von wiederaufladbaren Lithium-Ionen-Akkus. Mehr als 60 Prozent des Rohstoffs würden im Kongo gewonnen – überwiegend industriell, aber auch im Kleinbergbau mit der Hand.

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