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Getrag Konzept zur Restrukturierung

| Redakteur: Thomas Weber

Der wegen der massiven Absatzkrise auf den Automobilmärkten ins Trudeln geratene Getriebehersteller Getrag will alle seine Standorte in Deutschland erhalten.

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Getrag sieht sich aufgrund der Automobilkrise zum Handeln gezwungen. „Es werden zwar Arbeitsplätze abgebaut, es wird grundsätzlich aber keine betriebsbedingten Kündigungen geben“, sagte ein Unternehmenssprecher des Getriebeherstellers am heutigen Mittwoch in Untergruppenbach. Auf ein entsprechendes Restrukturierungskonzept habe sich die Geschäftsführung mit dem Betriebsrat und der Gewerkschaft IG Metall geeinigt. Wie viele Jobs an welchen Standorten gestrichen werden sollen, wollte der Sprecher zunächst nicht sagen.

Insgesamt arbeiten bei Getrag in Deutschland rund 3.100 Menschen. Neben der Unternehmenszentrale in Untergruppenbach mit 710 Mitarbeitern hat Getrag vier Werke in Deutschland. Am Standort Ludwigsburg bei Stuttgart sind 470 Menschen beschäftigt, in Rosenberg (Neckar-Odenwald-Kreis) 450, in Neuenstein (Hohenlohekreis) rund 1.000 und im bayerischen Bad Windsheim 450.

In der vergangenen Woche hatte Getrag angekündigt, wegen der Auftragseinbrüche möglicherweise das Werk Ludwigsburg zu schließen. Dort sollten den früheren Planungen zufolge 250 Arbeitsplätze abgebaut werden, in der Konzernzentrale 130. Um das Unternehmen langfristig zu sichern, müssten rund 27 Millionen Euro eingespart werden, lautete die ursprüngliche Planung. Die Arbeitnehmervertreter forderten dagegen den Erhalt aller Standorte, einen sozialverträglichen Abbau von höchstens 234 Beschäftigten und Einsparungen von insgesamt 15,2 Millionen Euro.

Getrag beschäftigt weltweit rund 13.600 Mitarbeiter an 25 Standorten. Im Jahr 2007 wurde ein Umsatz von 2,6 Milliarden Euro erwirtschaftet.

dpa

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